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Raumaufteilung

Grundrisse bilden die Raumverhältnisse eines Gebäudes, inklusive Türen, Schrägen und Fenstern, in circa ein Meter Höhe ab. Via masstabsgetreurer Zeichnung erkennen angehende Bauherren schnell, ob der geplante Bau den persönlichen Gepflogenheiten entgegenkommt und, ob die Möbel in die Zimmer passen. Zwei Punkte, die vor dem Neubau einer Behausung, aber auch beim Einzug in einen Altbau, bedacht werden müssen.

So bevorzugt ein kinderloses Paar vielleicht das Wohnen in einem Loft, die Familie hingegen schätzt es, wenn Eltern und Kinder sowohl gemeinsame als auch getrennte Wohnbereiche haben. Zwar möchte man, vor allem den jungen Nachwuchs gerne in Sichtweite wissen, mag es aber andererseits nicht, wenn der Lärm der Kinder omnipräsent ist. Und was ist, wenn gleich drei Generationen unter einem Dach leben sollen? Ältere Menschen sind häufig lärmempfindlicher als jüngere und schätzen geschlossene Räume. Ein anderes Beispiel: Sind die Kinder erst einmal aus dem Haus, stehen viele Einfamilienhäuser halb leer. Ungenutzte, nicht geheizte Räume schaden der Bausubstanz des Hauses und kosten unnötig Geld. Wieso keine Einliegerwohnung im Dachgeschoss planen, die in einem solchen Fall vermietet werden kann?

Falls Sie sich unsicher sind, welchen Grundriss Sie wählen sollen, wägen Sie die einzelnen Vor- und Nachteile gut gegeneinander ab. Der offene Wohn,- Koch-, und Essbereich wird seit gut 20 Jahren immer beliebter. Familienmitglieder, die sich sonst aufgrund verschiedener Tagesabläufe (Arbeit, Schule, Hobbys) nur selten sehen, verbringen so «zwangsläufig» einen Teil des Tages zusammen. Wer gerne Gäste bewirtet, schätzt den direkten Kontakt häufig ebenso. Neben diesen unbestrittenen Vorteilen hat die Wohnform aber auch weniger positive Seiten: Der Essensgeruch verteilt sich in der gesamten offenen Wohnzone, dreckiges Geschirr ist ständig in Sichtweite, vielleicht möchte ein Bewohner fernsehen, der andere telefoniert und die Dritte möchte gemeinsam mit Freunden kochen.

Dennoch gibt es einige Grundregeln, die man beachten sollte.

  • Grundrisse sollten flexibel gestaltbar sein, damit man während der verschiedenen Lebensphasen im Zuhause glücklich ist.
  • An kurze Laufwege innerhalb der Behausung denken.
  • Verwinkelte Räume und Dachschrägen sind zwar schön, ermöglichen aber keine variabel gestaltbare Einrichtung. Praktischer sind einfache viereckige Räume.
  • Ein geschlossenes Entrée oder ein Flur ist aus mehreren Gründen sinnvoll: Dort können nicht nur Gäste empfangen und Schuhe bzw. Jacken gelagert werden, sondern der «Vorraum» dient gleichzeitig als Schmutzschleuse.
  • Eine Küche in der Nähe des  Eingangs oder der Garage erleichtert das Tragen von Einkäufen und die Entsorgung von Kehricht.
  • Jeder sollte ein eigenes Zimmer haben. Kinder- und Schlafzimmer sollten mindestens 12 bis 15 Quadratmeter aufweisen.
  • Ein zusätzlicher Raum, der als Arbeits-, Fitness-, oder Gästezimmer genutzt werden kann, ist praktisch.
  • Mehrere Badezimmer ermöglichen Privatspähre.
  • Im Keller können Dinge gelagert werden, die man nicht täglich braucht.
  • Ein ausgebautes Dachgeschoss sorgt für zusätzlichen Wohnraum.

 

 

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