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Gesundes Wohnen

In den 1960er Jahren wurde Asbest noch als «Wunderfaser» bezeichnet, in den 1970er und 1980er Jahren erhärtete sich der Verdacht, dass die mineralischen Fasern, die in viele Produkte eingebunden waren, Krebs erzeugend wirken können. Seit 1990 darf die Faser in der EU, der Schweiz und vielen anderen Staaten nicht mehr verbaut werden und wird in aufwendigen Modernisierungen aus Bauteilen entfernt.

Schadstoffarme Bauweise

Die meisten Wohngebäude sind in drei Bereiche unterteilt, den repräsentativen Wohnbereich, also den Eingangsbereich und das Wohnzimmer, die gemeinsamen Räume wie Küche, Bad und Wohnzimmer und Zimmer zum Rückzug wie Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Kinderzimmer, Gästezimmer und Gäste-WC. Heute setzen viele Hersteller, Architekten und Bauherren auf eine ökologische Bauweise. In allen Räumen sollte das Raumklima, die Helligkeit, die Lärmbelastung, die Lage, die Einrichtung und Ähnliches genau bedacht werden, damit das eigene Daheim zur Wohlfühloase wird.

Wohnen und Wohlfühlen

In einem Haus, oder einer Überbauung sollen Menschen sich rundum wohlfühlen. Das fängt bei der Auswahl der Baustoffe an (Bauphysik, gesundes Bauen und Wohnen), führt über die Raumstruktur (Anzahl, Anordnung, Grösse und Höhe der Räume), bis hin zur Einrichtung (Farbwahl, Ausleuchtung, Bewegungsfreiheit, Platz).

Denn nicht Jedem ist es in der gleichen Wohnumgebung so richtig wohl. Es gilt die eigenen Bedürfnisse erkennen und die Räume dementsprechend gestalten. Wer schon weiss, welcher Wohntyp er ist, sollte von Zeit zu Zeit schauen, dass er seine individuelle Einrichtung auf die aktuellen Gegebenheiten anpasst. Denn beim Wohnen mit Kindern braucht es andere Voraussetzungen als beim allein leben, oder dem Wohnen im Alter.

Einige wohnpsychologische Verhaltensweisen sind bei den meisten Menschen zu beobachten:

  • Gemütlichkeit, Sicherheit und Intimität sind in den eigenen vier Wänden wichtig. Daheim soll es darüber hinaus komfortabel sein.
  • Wunsch nach Dreiteilung einer Wohneinheit in einen repräsentativen Bereich, einen gemeinsamen Familienbereich und geschlossenen Räumen, die Rückzugsmöglichkeiten bieten.
  • Sitzgelegenheiten werden wenn möglich so gewählt, dass Türen nicht im Rücken sind, sondern man die Tür «im Blick hat». Dadurch fühlen Menschen sich sicherer.
  • Natürliches Licht hebt die Stimmung. Innenräume sollten zusätzlich mit indirektem künstlichen Licht gut ausgeleuchtet werden.
  • Mittelgrosse, aufgeräumte Räume vermitteln ein Gefühl von Freiheit, während kleine, vollgestopfte Räume erdrückend wirken und man sich in grossen, leeren Räumen oft klein und verloren vorkommt.
  • Zwei Grundfarben und eine Konstrastfarbe gefallen den meisten Menschen, die Farbpsychologie zeigt warum. Mittlerweile kann man neben Innenarchitekten auch ausgebildete Wohnpsychologen zu Rate ziehen.
Stand vom

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