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Betten

Ein solides Bettgestell mit einer guten Matratze sind Gold wert. Trotzdem investieren viele Menschen nicht viel Geld in den Kauf eines Bettes. Dies ist verwunderlich, da Herr und Frau Schweizer jeden Tag ca. 8 Stunden schlafend im Bett verbringen (sollten), was im Durchschnitt gut 1/3 der Lebenszeit entspricht. 

Grösse des Betts

Genügten noch vor kurzem Flächen von 190 cm Länge, fragt sich heute manch einer, ob er nicht gleich 210 cm wählen soll. Bei Einzelbetten sind jedoch heute 200 cm Länge und 90 bis 120 cm Breite gängig.

Französische Betten, d. h. Paarbetten mit einer durchgehenden Obermatratze, sollten 140 bis 160 cm breit sein. Bei den meisten Untermatratzentypen ist es ratsam, ab 160 cm Breite zwei separate Teile zu kaufen, weil sonst die Gefahr des Durchhängens besteht. Bei modernen entsteht die berüchtigte «Besucherritze» kaum mehr.

Matratzen samt Unterkonstruktion

Grundsätzlich besteht die Bettenkonstruktion aus Bettrahmen sowie Unter- und Obermatratze. Unter- und Obermatratze müssen zusammenpassen. Die obere hat die Funktion der Feinabstimmung und des Feuchtigkeits- und Temperaturausgleichs, Untermatratzen bestehen aus Holz- oder Metallrahmen mit Zickzackfedern, Stoffgurten, Sperrholz- oder Massivholzlatten, z. T. mit ausgeklügelten Auflagerungen, aufgepolsterten Platten oder klassischen Federkernunterteilen, deren sichtbare Seiten mit abnehmbarem Stoff abgedeckt sind. Wer eine gute Untermatratze hat, braucht keinen Bettrahmen mit Befestigung.

Auch Wasserbetten besitzen diese Unterlage. Die Aufgabe der Konstruktionen ist es, den Körper in einer entspannenden und die Wirbelsäule schonenden Weise zu tragen. Sie dürfen weder zu hart noch zu weich sein, sonst wird das Rückgrat gekrümmt. Deshalb ist es nicht immer leicht, völlig unterschiedliche Partner gleich gesund zu betten. 

Material der Matratze

Die Frage des Materials ist letztlich eine der persönlichen Sympathie, des Portemonnaies und des Verwendungszwecks. Schaumstoff mit genügend Festigkeit, d. h. einem Raumgewicht von mehr als 30 kg/m3 und einer anständigen Naturfaserauflage kann genügen. Schaumgummi ist aus natürlichem Latex geschäumt und elastischer als Schaumstoff. Federkernmatratzen übernehmen mehr Tragfunktion als geschäumte und sind je nach Qualität aus natürlichem (Baumwolle, Wolle, Seide oder Rosshaar) oder künstlichem Polstermaterial.

Der Futon

Als Futon wird eine Liegefläche  im traditionellen japanischen Haus bezeichnet., Dort werden meist Tatami-Matten aus Reisstroh ausgelegt. Für unsere weniger asketischen Gewohnheiten ist der klassische Futon zu hart, deshalb wurden diese mit speziellen Unterkonstruktionen verwestlicht. Das japanische Raumgefühl kann erreicht werden, ohne direkt auf dem Boden zu liegen, wenn man sich vom Schreiner auf etwa 20 bis 30 cm Höhe ein Podest montieren lässt, in das evtl. die Untermatratze eingelassen werden kann. Die ganze erhöhte Fläche wird zur Bettfläche und lässt den Raum weiter erscheinen. Der Platz darunter kann mit Klappen oder Schüben erst noch nutzbar gemacht werden.

Stand vom

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