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Streichen leicht gemacht

Farbige Räume sehen schön aus, wenn sie professionell gestrichen wurden. Aber keine Angst: Mit der richtigen Anleitung benötigen Sie keinen Malermeister, sondern können auch als Heimwerker sehr gute Ergebnisse erzielen. 1. Planung ist die halbe Miete Am Anfang Ihres Malvorhabens müssen Sie den Baumarkt besuchen, so fern Sie nicht alle Utensilien zur Hand haben. 

Einkaufsliste Streichen

  • Abdeckmaterial (Folie und/oder Papier)
  • Abtropfgitter (zum Abstreifen der Farbe)
  • evtl. Gummihandschuhe (für saubere Hände) 
  • Klebestreifen aus Krepp
  • Leiter (Zum Decke streichen)
  • Pinsel (zum Streichen der Ecken und Kanten)
  • Putzlumpen oder Handtuch (zum Abstellen der Schuhe am Zimmereingang)
  • Roller plus Auszugsstange (Zum Streichen von Wand bzw. Decke)
  • Schwamm
  • Spachtel (zum Stopfen von Löchern in der Wand)
  • Spachtelmasse 
  • Weisse Wand- und farbige Abtönfarbe (etwa 200 Gramm pro Quadratmeter)

Faktor Zeit

Rechnen Sie pro Raum ein bis zwei Tage ein (je nach Grösse des Zimmers). Den Raum sollte man erst nach zwei Tagen beziehen. Sie sollten mindestens 14 Tage ausgiebig lüften. Durchzug ist erst nach Beenden des Streichvorgangs erlaubt. Decken Sie jeweils nur den zu streichenden Raum ab, dann wohnen Sie nicht wochenlang auf einer Baustelle.

Vorbereitung zum Streichen

Ziehen Sie sich zuerst alte Kleidung und Schuhe an, die schmutzig werden dürfen. Legen Sie wertvollen Schmuck, Ihre Uhr u.ä. ab. Danach kann mit dem Präparieren des Zimmers angefangen werden. Möbel, Bilder, Lampen, Vorhänge und Dekorationsgegenstände muss man entweder in die Mitte des Raumes, oder in ein anderes Zimmer  stellen. Im ersten Fall ist alles gründlich mit Folie abzudecken. Ist der Raum leer, müssen nur der Boden und die Fenster geschützt werden, da die Fussleisten beim Streichen entfernt werden. 

Lampendrähte, Lichtschalter, Steckdosen, Tür- und Fensterrähmen sind mit Kreppstreifen zu sichern. Sie können auch die Abdeckplane vorsichtig an den Rändern fixieren, damit sie beim Arbeiten nicht verrutscht.

Dann müssen alte Tapeten und lose Farbschichten entfernt , Löcher zugegipst und andere Wandunebenheiten via Spachtelmasse ausgeglichen werden. Wenn der Gips getrocknet ist, reinigt man die Wand mit wenig Wasser und einer Bürste/einem Schwamm. Denn nur auf fett- und staubfreien Untergründen entsteht ein schönes Ergebnis.  

Das Malerlebnis

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es ans Mischen der Farbe, sofern Sie keine fertige Farbmischung gekauft haben. Rühren Sie immer nur wenig Abtönfarbe zum Weiss und testen Sie den Farbton auf einer weissen Fläche. So riskieren Sie nicht, dass die Farbe zu intensiv wird. Denken Sie daran, dass Farbe auf einer grossen Fläche immer kräftiger wirkt, als auf den kleinen Testflächen. Nasse Farbe wirkt dunkler als trockene. Ist die gewünschte Farbe erreicht, wird die Mischung so lange gerührt, bis alle Schlieren entfernt sind und die Masse eine homogene Farbe hat. 

Nun kann es losgehen. Zuerst sollen alle Ecken und Kanten mit dem Pinsel gestrichen werden, erst danach folgt die Arbeit mit dem Roller. Sobald dieser vollständig mit Farbe bedeckt ist, wird er auf dem Gitter mehrfach abgestreift, um tropfen zu verhindern. Starten Sie mit der Decke und arbeiten sich bei den Wänden von oben nach unten vor. Ziehen Sie dabei vertikale Bahnen, damit das Ganze später homogen wirkt. 

Nach dem ersten Anstrich kann man gut eine Pause einlegen, da die Farbe Zeit zum Trocknen braucht. Nach dem Trocken sieht man, ob die Farbe richtig deckt. Dies ist vor allem nach dem zweiten Anstrich wichtig.

Beim zweiten Anstrich sollten Sie noch mehr wert auf akkurate Arbeit legen. Denn diese Farbbahnen sind nachher sichtbar.

Weitere Tipps

  • Besonders professionell sieht der Anstrich aus, wenn man zuerst alles Weiss streicht und die farbigen Flächen danach ca. zehn bis 15 cm von den Rändern absetzt. Wenn Sie dies vorhaben müssen Sie die getrocknete weisse Farbe vor dem zweiten Streichen ebenfalls mit Kreppstreifen abdecken. 
  • Vermeiden Sie Durchzug beim Streichen, damit die Farbe nicht zu schnell trocknet.
  • Ein Hut verhindert, dass Sie beim "Über-Kopf-Streichen" der Decke Farbe abbekommen. 
  • Eine Alternative zur Teleskopstange ist ein Besenstiel.
  • Zu Zweit arbeiten macht mehr Spass. Einer pinselt die Ecken, der andere streicht mit dem Roller.
  • Nehmen Sie gut verträgliche Naturfarbe. Die ist zwar teurer, aber dafür nicht gesundheitsschädlich.
  • Lüften Sie erst nach dem Streichen, damit die Farbe gleichmässig trocknet.
 

Weitere Informationen

Innenwände streichen

Fassade streichen

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