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Plattenboden verlegen

Vor dem Verlegen des Plattenbodens sollten Sie sich Gedanken über das Format der Fliese und das gewünschte Fugenbild machen. Denn eine Platte, die uns in einer Ausstellung sofort «ins Auge springt», kann sich im Zusammenspiel mit anderen Materialien und mit den Grössenverhältnissen des Raums als ungeeignet entpuppen.

Es ist ratsam, mehr als eine Platte zu bemustern oder noch besser einen ganzen Boden anzusehen. Zu beachten ist, dass die Entscheidung dafür wegen unterschiedlicher Materialstärken und Unterlagskonstruktionen relativ früh getroffen werden müssen.

Das Verlegen der Böden erfolgt mit Mörtel oder speziellem Kleber, vorzugsweise auf einen Zementunterlagsboden. Bei gesunden alten Plattenbelägen ist ein überbelegen möglich; es muss aber ein Haftgrund aufgebracht werden. Platten aus Naturstein können auch im traditionellen «Nass-in-Nass- Verfahren» direkt mit dem Zementunterlagsboden verlegt werden. Die Fugen werden mit Mörtel aus Zement oder speziellem Fugenmörtel in verschiedenen Farben gefüllt. Ihre Breite ist frei wählbar ausser bei kleinen Mosaikplatten, die auf einem Papier oder Netz vormontiert sind. Einen Einfluss auf die Fugenbreite hat die Massgenauigkeit der gewählten Platten.

Rustikale Tonplatten brauchen breitere Fugen als kalibrierte Platten, d. h. nach dem Brennen auf eine exakte Grösse geschliffene Platten. Heute fast vergessen, weil handwerklich anspruchsvoll, ist die gestossene oder knirsche Verlegeart, bei der ohne Mörtelfuge Platte an Platte gelegt wird. Gerade bei Natursteinböden, die nach dem Verlegen überschliffen werden können, ergibt sich dadurch ein spezielles, grosszügiges Erscheinungsbild.

Weitere Informationen:

Bodenbeläge

Boden

 

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