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Oberflächen Innenwand

Ihre Innenwände können mit unterschiedlichen Materialien verschönert werden. Anstriche, Holzverkleidungen, Tapeten und Verputze sorgen für individuelles Flair im Haus und bestimmen die Raumproportionen. Holz beispielsweise sieht urig gemütlich aus, eine dunkles Holz kann den Raum aber auch klein und drückend wirken lassen. Da es mittlerweile unzählige Oberflächen gibt, ist es sinnvoll, sich ausgiebig über Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien zu informieren.

Wände trennen verschiedene Funktionsbereiche voneinander. Je nach Nutzung der Bereiche/Räume ändert sich der Anspruch an eine Wand. Trotzdem ist es sinnvoll, gewisse Ansprüche zu definieren. Wie viel Lärm soll hindurchdringen? Welches Material eignet sich? Ist eine Separierung gewünscht, oder möchte ich grosse, helle Räume? Diese Dinge sollten gut überlegt werden, da sie sich später nur mit einigem Aufwand verändern lassen. 

In der Schweiz ist die gemauerte Innenwand der Normalfall. Sie wird aus Steinen in verschiedenen handlichen Grössen aus gebranntem Ton (Backsteinen), getrocknetem Kalk und Sand (Kalksandsteinen), speziellem Beton (Poren- resp. Gasbetonsteinen), Bimssteinen, grösserformatigen Platten, Backsteinen (Tonisolierplatten) oder Gips erstellt. Massive Wände erfüllen hohe Brandschutzanforderungen und bieten grossen thermischen Schutz. 

Die Wanddicke beträgt 6 bis 30 cm. Das hohe Gewicht beschränkt jedoch ihren Einsatz, vor allem beim Umbau. Die sich daraus ergebende hohe Standfestigkeit prädestiniert sie zum Tragen von Installationen (WC-Anlagen, Küchenoberschränke usw.). Vorsicht: Da massiv-Wände nicht auf Unterlagsböden gestellt werden, können sie später schlecht versetzt werden.

Die Oberfläche kleinformatiger Steinwände wird meist verputzt, was Nässe mit sich bringt. Aus ästhetischen Überlegungen kann eine Wand aus speziellen Sichtbacksteinen erstellt werden. 

Steinwände vertragen die den Holz und Riegelbauten eigene Elastizität schlecht. Es besteht eine erhöhte Rissgefahr. Elektroinstallationen können leicht eingefräst werden. Das Gleiche gilt für in die Wand versetzte Sanitärinstallationen und Spülkästen, sofern dies bei der Bemessung der Wanddicke berücksichtigt wurde. In einer 8 cm dicken Backsteinwand kann schlecht geschlitzt werden. Da die Steine meist mit Zement vermauert werden, bringt eine gemauerte Wand viel Feuchtigkeit in den Bau, was vor allem im Umbau ein erheblicher Nachteil ist.

Im Gegenzug sind massive Wände aus Ton und Zement feuchtigkeitsunempfindlich und für Bad und Dusche unbedenklich. Ein Zementgrundputz kann problemlos mit Plättli belegt werden, was bei Gipsplatten nur mit erhöhtem Aufwand möglich ist. Eine verputzte Backsteinwand von 12.5 cm roher Dicke erreicht ein Schalldämmmass von knapp 50 dB (A), was für eine Zimmerwand ausreicht. Für höhere Anforderungen gibt es spezielle Steine, nach denen Sie im Bedarfsfall Experten befragen können.

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