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Holz und Holzwerkstoffe streichen

Bei Holzanstrichen sind Veränderungen des Materials durch Feuchtigkeits- und Temperatureinwirkungen zu berücksichtigen. Anstrichfilme müssen über ausreichende Elastizität verfügen. Dunkle Anstrichfarben können Harzausflüsse verursachen. Holzart und Holzqualität sind mit der Anstrichart abzustimmen.

Worauf achten beim Holz streichen?

Die Untergründe müssen vor dem Anstrich auf ihren Feuchtigkeitsgehalt (Nadelhölzer max. 15 Prozent, Laubhölzer max. 12 Prozent), möglichen Schädlingsbefall (Bakterien, Insekten, Pilze), Fäulnis, den enthaltenen Harzgehalt und den Zustand des Altanstrichs geprüft werden. Eventuell muss das Holz vor dem Streichen abgebeizt oder abgeschliffen werden. Beim Schleifen sollte man immer einen Atemschutz verwenden, damit man keine gesundheitsschädlichen Stoffe einatmet. Heute weiss man, dass das in den 1990ern als besonders widerstandsfähig geltende kesseldruckimprägnierte Holz häufig mit gesundheitsgefährdenden Stoffen imprägniert wurde. Deshalb ist besonders bei diesen Holzarten Vorsicht geboten. Eine Grundierung sorgt dafür, dass das Holz gleichmässig Feuchtigkeit aufsaugt. Gleichzeitig dient diese als Schutz.

Anstriche auf nicht masshaltigem Holz müssen diffusionsfähig sein (Dünnschichtlasuren, Dispersionslacke, Holzschutzdispersionsfarben). Farblose Holzschutzmittel und Lacke schützen das Holz nicht vor UV-Strahlen.

Empfohlene Anstriche für Holz

  • Imprägniermittel (den Normen entsprechend)
  • Holzschutzlasuren (Dünn- und Dickschichtsysteme) auf Lösemittel- und Dispersionsbasis, diese sollten nicht gesundheitsschädlich sein
  • deckende Anstrichsysteme auf Lack- und Dispersionsbasis (Wasserlacke).

=> Siehe: www.bauwelt.ch/streichen-leicht-gemacht

Holz vorpatinieren

Die natürliche, aber oft nicht regelmässige Vergrauung des Holzes lässt sich durch ein Vorpatinieren der vorgängig gehobelten Oberfläche des naturbelassenen Holzes vorwegnehmen. Durch eine besondere Behandlung erhält dieses eine Alterspatina, wie sie sich bei einer unbehandelten Holzfassade nach etwa sechs Jahren einstellen würde.

Für die Patinierung sind neben dem Holz (Schweizer Weisstanne und Lärche) nicht mehr als Sonnenlicht, Regenwasser und spezielle Pilze notwendig. Das Holz wird in keiner Weise mit Chemie belastet.

Stand vom

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