Sie sind hier

Holzwand (aussen)

Die Aussenwand aus Holz ist im Grunde genauso aufgebaut wie eine Aussenwand aus Mauerwerk. Es gibt tragende und nichttragende Wände, vorfabrizierte Elemente, Holzrahmen, Fachwerk-, Ständer- und Skelett-Holzkonstruktionen. Leider sind sie im Unterhalt oder bei Sanierungen kostenintensiver als hinterlüftete- oder Kompaktfassaden. Zudem sollte die Verkleidung alle fünf Jahre gestrichen werden. Bei einem ganzen Haus ein sehr aufwendiges Unterfangen.

Zudem muss regelmässig eine weitere Oberflächenbehandlung stattfinden: die Imprägnierung.

Die Aussenwandbekleidung aus Profilbrettern, Holzplatten oder Schindeln muss gut hinterlüftet sein. Sie sollte vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt sowie Witterungsbeständig und hart, das heisst nicht einfach zu beschädigen sein. 

Holz ist pflege- und wartungsintensiv

Fachwerk-Gebäude, Ständerwerk- und andere Holz-Konstruktionen mit Innen- und Aussenwandbekleidung, Wärmedämmung und Dampfbremse bedürfen besonders gründlicher Pflege und Wartung, da ihre Holzskelett-Konstruktion nicht nur für die Fassade, sondern für die gesamte Statik des Gebäudes verantwortlich ist.

Die Anforderungen des Brandschutzes und das Nicht-Eindringen von Feuchtigkeit sind besonders zu beachten. Alle Bauteile sollten deshalb regelmässig auf Schäden und deren Ursachen hin untersucht und instandgehalten werden. Die Holzteile sind dem Insekten- und Pilzbefall besonders ausgesetzt.

Bei Instandsetzungsarbeiten ist jede Baumassnahme vor der Durchführung auf die Verhältnismässigkeit des Eingriffs, die Beeinflussung des statischen Gefüges und die Verträglichkeit der Baustoffe untereinander zu überprüfen.

Eventuelle Denkmalschutzauflagen sind zu beachten. Die Ausfachungen aus Lehm, verputztem und unverputztem Mauerwerk erfordern verschiedene Sanierungs- und evtl. Wärmeschutzmassnahmen. Sollte bei einer Sanierung das Fachwerk noch gut erhalten sein, kann eine Verschönerung bereits durch Reinigung erreicht werden. Es empfiehlt sich eine Behandlung mit Drahtbürsten, da Sandstrahlung Vertiefungen und somit eine erhöhte Verschmutzungsanfälligkeit verursachen kann. Danach muss das Holz gründlich mit Holzschutzmitteln behandelt werden.

Anstriche alle fünf Jahre neu

Die Anstriche sollte man mindestens alle fünf Jahre erneuern. Imprägnierende Anstriche werden als fixierende, wasserlösliche oder ölige Holzschutzmittel (Lasuren) farblos oder pigmentiert angeboten. Bei chemischen Zusatzmitteln gegen holzzerstörende Insekten und Pilze sind bei der Verarbeitung Vorsichtsmassnahmen zum Gesundheitsschutz zu beachten. Die Anstrichmittel dürfen Putz, Mauerwerk, Metall, Keramik, Glas und Kunststoffe und andere angrenzende Bauteile nicht angreifen. 

Holzelementbau

Es gibt Baukastensysteme aus stadardisierten, industriell gefertigten Massivholz-Modulen. Kernstück eines solchen Systems ist ein sogenanntes selbsterklärendes Holzmodul, das einfach lagenweise zu ganzen Wänden zusammenstellbar ist. Es ist so konzipiert, dass es sich problemlos mit den marktüblichen Fenstern und Türen, aber auch mit den gängigen Decken- und Dachsystemen kombinieren lässt. Je nach Konstruktionsart eignen sich Holzsysteme für alle Anwendungsbereiche des Hochbaus. So findet man diese nicht nur im Ein- und Mehrfamilienhausbau, sondern auch im Industrie-, Gewerbe- und Kommunalbau, in der Landwirtschaft, bei Erweiterungen, Renovationen und temporären Bauten sowie bei der Ausfachung von Skelettbauten. Auch dort, wo grösstmögliche Energieeinsparungen durch die Bauherrschaft vorgeschrieben werden, sind entsprechende Holzelemente einsetzbar

Stand vom

Anzeige