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Trockenraum


Bevor man ein elektrisch betriebenes Trocknungsgerät anschafft und installiert, sollte man vorhandene Trockenräume optimieren. Dazu gehören eine kontrollierte Lüftung und eine kontrollierte Wärmezufuhr zur Steigerung der Trocknungsleistung bei grosser Aussenluftfeuchtigkeit.

Wäsche trocknen und Energie sparen


In einem unbeheizten, natürlich belüfteten Trocknungsraum von etwa 20 Quadratmetern Grundfläche und 2,5 Metern Höhe können im Winter zwischen 5 bis 10 Kilogramm Wäsche pro Tag trocknen. Pro Kilogramm werden etwa 3 Meter Wäscheleine benötigt.


Sind die vorhandenen Trocknungskapazitäten unzureichend, ist der Einsatz von Elektrogeräten zu prüfen. Die Raumgrösse sollte dem mittleren täglichen Wäscheanfall knapp genügen, wobei wesentlich dichter gehängt werden kann als bei der passiven Trocknung. In kleineren Räumen verkürzt sich die Trocknungszeit, in grösseren verlängert sich die Trocknungszeit entsprechend. Insofern gibt es keinen zu starken Wäschetrockner, die Wäsche ist ganz einfach schneller fertig. Türen und Fenster müssen schliessbar sein. Der Raum sollte nicht zu kalt, also an den Aussenwänden isoliert sein.

Wenn der Trockenraum nicht für die täglich anfallende Wäsche ausreicht, kann ein Trockenschrank oder ein Kondensationstrockner Abhilfe schaffen.

Trockenraum mit Lufterhitzer

Dieses System besteht aus einem Trockenraum mit einem elektrischen oder am Heizkessel angeschlossenen Lufterhitzer. Diese Abluftsysteme sind in der Anschaffung günstig, haben aber Nachteile, wie einen höheren indirekten Energieverbrauch, im Winter einen massiv gesteigerten Heizaufwand, Dampfschwaden- und Geruchsbildung.

Der Lufterhitzer erwärmt die angesaugte Raumluft und bläst sie gegen die im Raum aufgehängte Wäsche. Die mit Feuchtigkeit beladene Luft entweicht durch Fensteröffnungen ins Freie. In einem geschlossenen Raum funktioniert das System nur beschränkt, bis die Luft mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Der Energieverbrauch steigt enorm an, und es kann auch zu Feuchtigkeitsschäden am Bau kommen. Sind die Fensteröffnungen zu gross, entweicht unnötig viel warme Luft nach aussen, was ebenfalls einen beträchtlichen Energieverlust bedeutet.

Systeme mit kontrollierter Aussenluftzufuhr und eventuell mit Wärmezufuhr via Öl- oder Gasheizung können energetisch und wirtschaftlich interessant sein. Ebenso denkbar sind Systeme mit Wärmerückgewinnung, bei denen die Abluft die Frischluft via Wärmetauscher vorwärmt.

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