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Rohrsanierung

Sind die Wasserleitungen sanierungsbedürftig, kann man entweder Rohre komplett austauschen oder sie von innen sanieren. Die Vorteile einer Innensanierung liegen darin, dass die Leitungen nicht komplett ausgetauscht und auch die Wände nicht aufgerissen werden. Durch dieses Verfahren kann, sofern es fachlich korrekt ausgeführt wurde, eine komplette Modernisierung um einige Jahre hinausgezögert, aber nicht gänzlich vermieden werden.

Rohrinnensanierung

Bei der Innensanierung wird der sanierungsbedürftige Rohrleitungsstrang von der Hauptversorgung abgekoppelt und das verbleibende Wasser entleert. Die Ventile und Armaturen werden entfernt und ein Sandstrahler angesetzt, der die Rohre via Hochdruckstrahl oder Beize von innen reinigt. Nach einer visuellen Kontrolle (Endoskopie) werden die Wasserrohre mit Epoxidharz versigelt. Nach etwa 24 Stunden ist das Harz ausgetrocknet und das Rohr kann wieder an die Hauptwasserversorgung angeschlossen werden.

Firmen, die Epoxidharze verkaufen, müssen den Nachweis erbringen, dass sie die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen. Es dürfen nur Stoffe verwendet werden, die in der Positivliste der Bedarfsgegenständeverordnung SR 817.023.21 beziehungsweise in der Beschichtungsleitlinie des Umwelt Bundesamts (UBA) aufgeführt sind. Die Eigentümer sind angehalten, auf die Einhaltung der Richtlinien aufmerksam zu machen. 

Nach der Rohrinnensanierung sollte ein Hinweisschild inklusive Reparaturdatum an der Hauptleitung angebracht werden.

Trinkwasserqualität

Das durch die Leitungen laufende Wasser sollte maximal 70 °C haben, da bei höheren Temperaturen Bisphenol A ins Wasser gelangen kann. Ausserdem sollte die Trinkwasserqualität nach der Sanierung untersucht werden. Nach der Rohrinnensanierung sollte ein Hinweisschild inklusive Reparaturdatum an der Hauptleitung angebracht werden.

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