Sie sind hier

Personenlift

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Aufzügen, den Plattformliften, zu denen Treppen-, Sitz-, Hub- und Badewannenlifte gehören und den Vertikalliften, also Seilaufzügen, selbstfahrenden Luftkabinen, Behindertenaufzügen, Schrägaufzügen und Geländebahnen:

Plattformlifte

Hebebühnen oder Hub- und Treppenlifte zählen zu den Plattformliften. Sie bestehen aus einer meist behindertengerechten rutschfesten Plattform, Schienen, einem Trage- und Antriebssystem und mehreren Steuerungsstellen sowie Arretierungen (Sicherheitsbügel) und Überfahrklappen und haben in der Regel eine Tragkraft von 200 Kilogramm. Sie können via Fernbedienung oder Totmannsteuerung (Anlage bewegt sich nur bei gedrücktem Knopf) bedient werden. Ein Notstoppschalter und Sensoren tragen das ihre zur Sicherheit der Benutzer bei. 

Treppenlift

Besonders für ältere und körperlich beeinträchtigte Personen lohnt sich die Installation eines Treppenlifts, da er, sofern er an der Treppeninnenseite montiert ist, Kurven überwinden und somit über mehrere Etagen führen kann. Darüber hinaus kann die Plattform hochgeklappt werden, sodass die Treppe für Fussgänger frei begehbar bleibt. Klappsitze können ebenfalls darauf montiert werden. Treppenlifte kosten je nach Ausführung zwischen 10'000 bis 20'000 Franken. 

Sitzlift 

Wie der Name schon sagt, besteht der Sitzlift aus einer Fahrschiene, die an der Treppe montiert wird, einem Antrieb, einer Steuerung und einer Sitzfläche mit Arretierung.

Hublift

Hublifte eignen sich nur für kurze Distanzen bis zu drei Metern und gerade Strecken, sind aber mit einem Startpreis von 5000 Franken recht günstig.

Badewannenlift 

Es gibt die unterschiedlichsten Badewannenlifte auf dem Markt, die für ein sicheres Ein- und Aussteigen aus der Wanne sorgen sollen. Teure Varianten integrieren richtige Stühle, andere Sitzflächen oder Sitzbänder. Sie sind meist akkubetrieben und einfach installierbar. Achten Sie auf eine stufenlose Regelung und eine einfache Handsteuerung.

Vertikallifte

Sie gelten als die klassischen Aufzüge in Mehrfamilien- und Hochhäusern. Sie führen in Einfamilienhäusern meist an der Aussenfassade entlang, da im Hausinnern selten genügend Platz vorhanden ist. Für die meisten dieser Lifte ist ein Stromanschluss von 230 Volt ausreichend. Alle sollten über einen Akku verfügen, der sich automatisch auflädt, damit die Mobilität auch bei einem Stromausfall gewährleistet ist.

Seilaufzug

Der Maschinenraum befindet sich über dem Schacht oder am Schachtfuss, unmittelbar neben dem Schacht. Üblich ist ein Hydraulikaufzug mit Antrieb in einem Maschinenraum, der unabhängig vom Schacht bis zu einem Meter davon entfernt liegen kann. Hydraulikaufzüge sind beim nachträglichen Einbau in einen Altbau statisch weniger problematisch als Vertikallifte.

Selbstfahrende Liftkabinen

Sie haben ein Liftsystem, das nicht auf einem Seilzug oder einem hydraulischen Teleskopstossdämpfer beruht. Eine mit einem Unterflurmotor (Asynchronmotor) ausgerüstete Liftkabine wird dabei durch Räder an einer Stange hinauf- und herunterbewegt. Diese Führungen bestehen aus speziell geformten Aluminiumprofilen mit einer rauen Beschichtung. Die an die Führung mit hohem Druck gepressten Räder (je zwei) geben dem Lift genügend Halt. Durch die selbsttragende Struktur, mit weniger Verbindungen zum Gebäude, kann auf einen herkömmlichen, tragenden Liftschacht verzichtet werden. Vibrationen und Geräusche lassen sich dadurch weitgehend reduzieren. Dies wiederum erlaubt eine freiere Platzierung. Der Einbau der im Werk weitgehend vormontierten Anlage erfolgt mithilfe eines Krans direkt über dem Dach, wodurch eine massive Verkürzung der Montagezeit gegenüber bisherigen Liftanlagen erreicht wird. Im Einzelfall muss durch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung abgeklärt werden, ob und wie viel das neue System – unter Berücksichtigung der möglichen Einsparungen bei den Gebäudeinvestitionen – günstiger ist.

Behindertenaufzüge

Sie sind als Seilaufzüge oder Hydraulikaufzüge erhältlich. Die Grösse der Kabine muss die Rollstuhlabmessungen berücksichtigen also über mindestens 1,10 Meter bis 1,40 Meter und eine Türbreite von mindestens 80 Zentimeter verfügen (Norm SN 521 500). Kleinlastenaufzüge werden zum Beispiel als Speisenaufzüge zwischen der Küche und dem Essraum oder als Wäscheaufzüge zwischen dem Wirtschaftsraum und dem Schlafbereich eingebaut.

Schrägaufzüge und Geländebahnen

Wer an einer Hanglage mit all ihren Vor- und Nachteilen baut, steht vor der Frage, wie der Zugang zum eigenen Haus vorzusehen beziehungsweise wie der Höhenunterschied zu überwinden ist. Wenn dieses Problem nicht durch einen Innenlift, einen direkten Weg oder eine Zufahrt gelöst werden kann und die zu überwindenden Distanzen und Höhen für die Bewohner zu anstrengend wären, kann man sich den Bau einer Geländebahn oder eines Schrägaufzuges überlegen. Ein solcher kann im Freien oder in einem Schacht erstellt werden. Bei der Planung muss die Lautstärke der Anlage im Maschinenraum, bei der Türöffnung und –Schliessung sowie während des Fahrens berücksichtigt werden. 

Mehr zum Thema

Stand vom

Anzeige