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Grauwasser

Anlagen zur Grauwassernutzung sammeln das gebrauchte Wasser aus Dusche, Badewanne, Geschirrspüler, Waschmaschine und Lavabo. Die Aufbereitungsanlagen zum Rezyklieren des Abwassers verfügen über ein unabhängiges Leitungsnetz, weshalb sich die Installation nur bei Neubauten lohnt.

Grauwasser aufbereiten

Die separaten Leitungen führen zu einem Grauwassertank aus Beton oder Kunststoff, in dem das Wasser zuerst grob gefiltert wird. Mikroorganismen bauen die organischen Stoffe im Abwasser biologisch ab. Eine physikalische Reinigung hygienisiert das Wasser. Das geruchsneutrale, klare und keimfreie Wasser wird in einem Brauchwasserbehälter gesammelt und über ein separates Leitungsnetz verteilt. Das Grauwasser kann zum Wäschewaschen, Blumengiessen oder für die WC-Spülung verwendet werden. Manche Anlagen verfügen noch über einen dritten Klarwassertank und oder sind mit Systemen zur Wärmerückgewinnung gekoppelt.

Die Reinigungsanlagen müssen regelmässig gewartet werden.

Know-How Reinigungsanlagen

Die Anlagen stehen meistens im Keller oder werden ins Erdreich versenkt. Moderne Geräte können via Handy oder Tablet fernüberwacht und ferngesteuert werden. 

Durch das Recycling kann der Trinkwasserverbrauch je nach Anlage um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Die Anlagen kosten jedoch zwischen 10'000 und 45'000 Franken, je nach Grösse der Anlage, Speichervolumen und Druckerhöhungsleistung. Mit der kleinsten Anlage kann das Grauwasser von 15 Personen, mit der grössten das von etwa 400 Personen, aufbereitet werden.

Bislang werden Grauwassernutzungsanlagen eher in Mehrfamilienhäusern oder in Gewerbetrieben eingesetzt. Die Bewohner von Einfamilienhäusern setzen häufiger auf Regenwassernutzung.

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