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Rasen

Rasen ist nicht gleich Rasen, auch wenn er auf den ersten Blick meistens ähnlich aussieht: Der Rasen verbindet ein Meer von einzelnen Gräsern durch eine Vegetationsschicht aus Wurzeln und Erde miteinander. Also einfach irgendwelche Gräser aussäen ein bisschen giessen und wachsen lassen?

Rasenpflege

Das Pflanzen von Rasen erfordert eine gründliche Vorbereitung des Bodens einschliesslich Vorratsdüngung, da durch den regelmässigen Schnitt grosse Nährstoffmengen entzogen werden. Die Saatmenge sollte 30 Gramm pro Quadratmeter betragen und nicht mehr, da sonst die Gefahr des Verfilzens besteht. Die Art der Samen kann vom Fachmann je nach Bodenart und Klima bestimmt werden: Es gibt nämlich verschiedene Rasenmischungen für schattige, sonnige und feuchte Standorte. Zudem gibt es robuste und weniger robuste Gräser sowie schnell und langsam wachsende Rasen.

Für den durchschnittlichen Hausrasen gibt es allerdings auch Universalmischungen, mit denen meistens gut fährt, sofern der Rasen nicht übermässig belastet wird.

Rasen sähen

Gängige Gräser sind das deutsche Weidelgras, die Lägerrispe, die Wiesenrispe sowie das Rohrschwingel. Die Aussaat erfolgt bei Windstille, anschliessend wird eingearbeitet und gewalzt. Der erste Schnitt erfolgt mit dem Rasenmäher. Grössere Mengen Schnittgut werden abgerecht. Die Schnitthöhe variiert nach Gusto: Es gibt Menschen, die möchten einen kurzen, dichten Golfrasen, andere bevorzugen den gängigen englischen Rasen oder wildere Varianten. Für Eilige gibt es Fertigrasen, die in Rollen verlegt werden können, auch Rollrasen und sich zeitnah mit dem Boden verbinden. Diese sind aber meist teurer als Saatmischungen.

Rasen düngen und vertikutieren

Der Rasen sollte regelmässig mindestens zweimal pro Jahr, zum Beispiel im April und September, gedüngt werden. Ab dem zweiten Jahr sollte der Rasen jeweils im Frühling vertikutiert werden: Mit einem Vertikutierer wird die Grasnarbe angeritzt. Dabei werden Mulch und Moose herausgerissen und der Boden belüftet, wodurch er mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Entstehende kahle Stellen werden mit neuen Grassamen gefüllt.

Mähkante

Mäh- oder Rasenkanten dienen der optischen Abgrenzung vom Rasen zu Beeten, Gartensitzplätzen und Wegen, Aussentreppen und Stufen oder Terrassen. Oftmals bestehen Mähkanten aus Beton- oder Pflastersteinen. Die Rasenkantensteine oder Beetsteine werden in eine Furche im Boden eingelassen und werden mit einem Verlegehammer in die Erde hineingeklopft.

Zu beachten ist, dass die Steine alle gleich hoch sind und ein bis zwei Zentimeter über geplante Wuchshöhe des Rasens reichen. Mit Hilfe von Richtschnur und Wasserwaage gelingt dies meist ohne Probleme. Natürlich kann die Mähkante auch aus anderen Materialien wie hölzernen Eisenbahnschwellen, Holzpflöcken, Gummi, Granit, Kunststoff oder Metall bestehen. Die Mähkante kann ebenfalls durch einen Graben gekennzeichnet werden, was aber nur bei festem, etwa lehmigen, Erdreich zu empfehlen ist.

Stand vom

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