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Hallenbad

Ein Hallenbad oder eine überdachte Schwimmhalle ermöglichen eine ganzjährige Nutzung der Wasseranlage. Wie gross das Schwimmbecken ausfällt, bestimmen die verfügbaren finanziellen Mittel, die Anzahl der Nutzer und die mögliche Platzierung.

Hallenbad

Bei Hallenbädern sind Heizung und Belüftung, die Akustik und Schalldämmung, die Wärmedämmung und Schwitzwasserbildung einschliesslich erforderlicher Dampfsperren, Beleuchtung und Belichtung zu beachten. Eine fachgerechte Planung kann die sonst erheblichen Energiekosten wesentlich reduzieren. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Hallenerbauer und Schwimmbadtechniker erforderlich: Dieser ordnet schallharten Bauteilen wie Glas, Platten, Beton sind schallschluckende Materialien, wie eine Akustikdecke zu.

Auch reduzierte Fensterflächen sparen Energiekosten. Die Kosten für die Warmwasserversorgung sind bei Hallenbädern wesentlich niedriger als bei beheizten Aussenpools.

Eine wohldurchdachte Anordnung des Hallenbades ermöglicht den einfachen Zugang Schlafräumen und Korridoren aus. Praktischerweise erhalten Badegäste einen Zugang, ohne die Privaträume der Bewohner zu stören. Im Hallenbad montierte Glasschiebewände zum Garten oder zur Terrasse ermöglichen Tageslicht und Sonne am Schwimmbecken.

Tipps für Pools: Denken Sie an ausreichende Sitz-, Liege- und Ruhezonen. Durch eine Gegenstromanlage, zum Beispiel Strahldüsen ist ausdauerndes Schwimmen auf der Stelle möglich.

Schwimmhalle

Überdachte Schwimmhallen können in konventioneller Bauweise oder als Fertighallen erstellt werden zum Beispiel als Holzgerippekonstruktionen oder aus Verbundelementen in Metallkonstruktionen oder auch als Rundschwimmhalle. Eine Schwimmhalle unter dem Rasen des Gartens wird über transparente Lichtkuppeln beleuchtet und unterirdisch mit dem Haus über einen Korridor verbunden. Sicht-, Blend- und Sonnenschutz werden, insbesondere bei frei stehenden Schwimmhallen, aussenseitig oder auch innenseitig aus feuchtraumgeeigneten Materialien, die gleichzeitig als Dekoration wie zum Beispiel Lamellenvorhänge dienen, angebracht.

Die technischen Anlagen können bei günstiger Zuordnung zum Wohnhaus, ebenso wie Toiletten, Dusche oder Sauna im Keller des Wohnhauses untergebracht oder der Zugang mittels eines gedeckten Ganges mit dem Haus verbunden werden.

Leuchten

Die Beleuchtung sollten nicht über der Wasseroberfläche des Schwimmbeckens montiert werden, da dann Auswechslung und Wartung schwierig sind. Unterwasserscheinwerfer ergänzen die Raumbeleuchtung.

Lüftung Wasseranlage

Die Lüftungsanlage sorgt für ein angenehmes Raumklima und verhüten insbesondere Schwitzwasserbildung an Decken, Wänden und Fenstern. Die zuzuführende erwärmte Menge Frischluft muss fachmännisch berechnet werden. Über einen Abluftventilator wird die mit Feuchtigkeit angereicherte Raumluft, durch Raumhygrostaten gesteuert, als Fortluft abgesaugt. Die Lüftungsanlage kann neben der Belüftung gleichzeitig die Aufgabe der Heizung übernehmen.

Zuluftauslässe unterhalb der Fenster oder an den Aussenwänden, Absaugung der Abluft knapp unterhalb der Decke bei möglichst diagonaler Luftführung. Eine Energierückgewinnungsanlage im Lüftungsbereich vermindert die Betriebskosten, ebenso wie eine Abdeckung des Schwimmbeckens  zum Schutz vor Verdunstung. Für die Beheizung von Hallenbädern ab einer gewissen Grösse sind besondere, örtlich geltende gesetzliche Auflagen zu erfüllen. Erkundigen Sie sich vorgängig und holen Sie den Rat eines Fachmannes ein.

Heizung

Eine integrierte Fussbodenheizung oder auch eine Spezialluftleitungen mit kleinem Durchmesser können unter dem Plattenbelag verlegt werden und ermöglichen eine Raumtemperatur etwa 3 bis 4 °C über der Wassertemperatur.

Wasserschäden vermeiden

Um die Durchfeuchtungen von Bauteilen zu vermeiden, sind Dampfsperren an den Innenseiten der Wände und Decken erforderlich. Die Decke darf keine Kältebrücke aufweisen, da die warme, feuchte Luft aufsteigt und sich insbesondere an der Decke niederschlagen würde. Eine hohe Wärmedämmung und Dampfsperren sind unerlässlich.

Stand vom

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