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Gartenboden

Die wenigsten Grundstücke haben von sich aus eine gute Gartenerde. Je nach Region kann der Gartenboden vorwiegend aus Lehm, Kalk, Ton, Sand und Humus bestehen. Je nach Nutzung kann der Aussenbereich auch mit geeigneten Bodenbelägen gestaltet werden.

Mutterboden

Ist die Gartenerde gut mit organischen Substanzen durchsetzt, spricht man von einer guten oder fruchtbaren Muttererde. Diese sollte nach Möglichkeit vor Baubeginn abgetragen werden, um zu vermeiden, dass der Boden durch die Baustelle durch Bauschutt verunreinigt wird. Der darunter liegende Rohboden sollte nur abtransportiert werden, wenn er nicht wieder verwendet werden kann. In der Regel entsorgt der Bauunternehmer anfallenden Bauschutt, dies ist allerdings zwingend im Werkvertrag und im Baubeschrieb schriftlich festzuhalten, damit der Bauherr nicht auf dem Schutt sitzen bleibt.

Der entfernte Mutterboden sollte bei der Lagerung mit einer Plane vor dem Austrocknen geschützt werden. Nach der Fertigstellung des Baus wird der Mutterboden wieder aufgetragen beziehungsweise mit Humus versetzt angeschüttet. Damit die Pflanzen gut gedeihen, sollte die Schicht etwa 30 Zentimeter dick sein.

Bodenverbesserung

Wer möchte, kann die obersten 10 Zentimeter Gartenboden mit Torfmull oder Kulturerde zusätzlich verbessern. Beide enthalten organische und mineralische Substanzen, die für das Pflanzenwachstum bedeutsam sind. Torfmull wirkt zudem keimabweisend. Mit Mineraldüngern lässt sich die Beschaffenheit von Sand- oder Lehmböden verbessern. Generell gilt: Ein guter Gartenboden ist krümelig und gut durchlüftet, gleichzeitig saugt er Wasser gut auf.

pH-Wert messen

Bevor die Bepflanzung beginnen kann, muss der pH-Wert des Bodens ermittelt werden, da dieser das Wachstum verschiedener Pflanzen beeinflusst. Die möglichen pH-Werte werden in folgende Gruppen unterteilt:

Liegt der pH-Wert unter 6, ist der Boden sauer: Auf sauren Böden gedeihen Säure liebende Pflanzen wie Azaleen oder Rhododendren. Natürlicher Regen hat beispielsweise einen ph-Wert von 5,6 und ist leicht sauer. Der ideale Wert liegt bei 6,5, man spricht von einem leicht saueren und darum sehr fruchtbaren Gartenboden. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral, alles darüber als alkalisch. Sehr alkalische Böden mit einem pH-Wert über 8 sind nicht sehr fruchtbar, da die meisten Nährstoffe im Boden gebunden werden. 

Stand vom

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