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Bodenbeläge Aussenbereich

Für den Aussenbereich bietet der Markt beinahe ebenso viele Bodenbeläge wie für den Innenbereich. In die Entscheidung sollten die individuellen Bedürfnisse, genauso wie abzusehende Anforderungen an den Bodenbelag und auch die sonstige Gartengestaltung berücksichtigt werden.

Pflaster aus Naturstein

Die Pflasterungen werden in zwei unterschiedlichen Varianten im Aussenbereich verlegt: Als Granitpflaster sind die Steine in verschiedenen Grössen, zum Beispiel als Mosaikpflaster für Beet- und Baumeinfassungen, und in einer grossen Farbpalette, von weiss, beige, grau bis rosa, erhältlich. Als Kieselpflaster werden dagegen Natursteinkiesel mit einer Grösse von 60 bis 70 Millimetern halb in Mörtel oder in Lehm verlegt, bei Lehm ist ein Schotterunterbau zur Drainage erforderlich. Kieselpflaster eignen sich besonders zum Pflastern von Mustern und zum Auflockern grosser Flächen.

Beton- und Steinplatten

Betonbeläge sind in verschiedenen Plattengrössen als Waschbetonplatten, betonfarbene oder farbige Betonplatten oder Betonsteinplatten, bestehend aus einem Betonkern und einer Oberschicht aus Natursteinkorn, erhältlich. Die Oberfläche kann rau, geschliffen, profiliert oder auch poliert sein. Auch hier gibt es zwei Varianten: Betonpflastersteine eignen sich als Verbundpflaster für Gartenwege, Strassen und Auffahrten, aber auch als Rasengittersteine für Parkflächen, Hofbefestigungen oder als Pflaster mit Natursteinvorsätzen für Wege, Terrassenbeläge und Einfahrten. Betonrasengittersteine und -platten sind dagegen für Parkplätze und «grüne» befestigte Flächen geeignet. Letztere werden mit Humus aufgefüllt und mit Rasensaat versehen.

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Holzboden

Holz als natürliches Material ist bei der Gestaltung des Aussenbereichs besonders beliebt und lässt sich gut in das grüne Gartenparadies integrieren. Damit die Beläge langlebig und witterungsbeständig werden, muss das Holz kesseldruckimprägniert und auf gut drainiertem Untergrund verlegt werden. Spätestens nach 10 bis 15 Jahren sollte man die Holzböden austauschen, da sie mit der Zeit morsch werden.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Aussenbereich mit Holz zu gestalten. Eine Kombination aus verschiedenen Belägen kann reizvolle Effekte ergeben, besonders in Verbindung mit Mauern, erhöhten Pflanzgruppen und Treppen. Durch das Verlegen von Musterstücken mit mindestens 1 Quadratmeter bekommt man ein Gefühl für das Zusammenspiel verschiedener Materialien.

  • Bei der Verlegung von Lattenrosten auf Kanthölzern sollte der Abstand der Latten nicht zu gross sein, sonst werden die Zwischenräume zur Stolperfalle für Tischbeine und Schuhabsätze. Drainagen sorgen dafür, dass Wasser gut ablaufen kann.
  • Pflaster als Kantholz- oder Rundholz eignen sich bestens für Gartensitzplätze, sofern sie aus Kiefernholz bestehen, geruchsschwach imprägniert wurden und mit der geraden Holzseite auf einer Packlage oder Grobkiesschüttung im Sandbett verlegt werden. Die Zwischenräume werden mit Sand aufgefüllt.
  • Baumscheiben von grossen Stämmen in einer Dicke von 7 bis 8 Zentimetern abgeschnitten sehen ebenfalls gut aus. Die Zwischenräume werden mit Kies, Sand oder Humus aufgefüllt.

Nachdem man sich für einen Bodenbelag im Aussenbereich entschieden hat, folgt die Verlegung je nach gewähltem Belag und nach örtlichen Gegebenheiten. Häufig sind Drainagen erforderlich um Regenwasser oder stehendes Wasser abzuführen.

Entwässerung

Bei Natursteinen wie Marmor, Granit, Sandstein, Schiefer  und Pflastern wird der Bodenbelag in einem 5 bis 10 Zentimeter starken Sandbett mit drei bis fünf Zentimeter dicken Untergrund aus Granitssplit aufgebracht. Kleinbeläge wie Kies werden in Mörtel, grössere Platten in ein Mörtelbett eingebracht. Bei einer Verlegung in Mörtel und einer Kiesschüttung ist auf das gleichmässige Aufliegen der Platten zu achten, damit diese nicht später durch aufgestaute Feuchtigkeit brechen.

Hohlräume verhindert man, indem man die Platten mit einem Gummihammer festklopft. Der Belag bindet seitlich in die Rasenflächen ein oder wird durch einen Kantenstein zur Rasenfläche begrenzt, wobei ein Abstand zwischen den einzelnen Kantensteinen den Ablauf des Wassers ermöglicht. Der Bodenbelag kann über Betonplatten und -decken von Kellerräumen oder Heizöltanks auch auf «Stelzlager» verlegt werden, die jeweils nur an den Eckpunkten der Platten ein Auflager schaffen und das Abfliessen des Wassers in den Zwischenraum zwischen Platte und Unterbau ermöglichen. Die Stelzen sind höhenverstellbar und dem Gefälle anpassbar.

Keramische Bodenplatten

Die keramischen Platten müssen für den Aussenbereich frostbeständig sein. Es gibt unzählige Farben und Formen. Keramische Platten eignen sich mehr für kleine Sitzplätze und weniger für befestigte Wege.

Grössere Platten sind zum Rand, kleinere zur Mitte hin zu verlegen, dadurch wird Ausbrechen von Kanten vermieden. Bei losen, in den Rasen verlegten, Platten sollte der Abstand von Mitte zu Mitte eine Schrittlänge, also zwischen 63 bis 65 Zentimeter betragen. Schön ist ein Natursteinbelag, es gibt ihn in zahlreichen Formen und Farben von weiss bis rosa, gesägt oder gebrochen. Beim Material und bei der Verlegung ist auf Frostbeständigkeit zu achten - Marmor beispielsweise ist nicht für Temperaturen unter 0 Grad Celsius geeignet.

Eventuell kommen auch alte Natursteinplatten, Bordsteine oder Pflastersteine infrage, diese kann man bei Strassen- oder Tiefbaufirmen anfragen. Da eine nachträgliche Bearbeitung meistens schwierig ist, sollten sie so wie geliefert verwendet werden. Verlegelücken werden mit Granitkleinpflaster oder ähnlichen Steinen ausgefüllt.

Pflaster aus Naturstein

Natursteinfliesen sind meistens uneben und unterschiedlich dick, deshalb muss besonders darauf geachtet werden, dass keine Hohlräume unter den Platten entstehen, wenn die «Plättli» ins Mörtelbett gelegt werden. Die Fugen sollten nicht breiter als drei bis vier Zentimeter sein. Das Verfugen erfolgt mit einer Mischung aus Sand und Zement im Mischverhältnis 3:1 oder mit einer im Baumarkt erhältlichen fertigen Fugenmasse. Sobald die Masse angetrocknet ist und ein Drucktest positiv ist, sollten die Fliesen mit sauberem Wasser gereinigt werden. Zuletzt wird dem Zementschleier mit einem speziellen Entferner den verbliebenen Fugen der Gar ausgemacht.

Achtung: Das Mittel darf nicht auf die Fugen gelangen. Nach einer kurzen Einwirkzeit wieder mit klarem Wasser abspülen. Auf Aussensitzplätzen und stark begangenen Wegen erspart eine Bodenheizung im Winter das Schneeräumen und erhöht gleichzeitig die Verkehrssicherheit. Dazu ist jedoch eine spezielle Bewilligung erforderlich.

Stand vom

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