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Baufördergelder

Finanzielle Belohnung für energetische Sanierungen

Das neue Energiegesetz fördert die Energieeffizienz durch steuerliche Anreize und einen grösseren Fördermitteltopf.

Wer energetisch saniert, erhält öffentliche Fördermittel und Steueranreize. Bild: Shutterstock

Die Energiestrategie 2050 zeitigt erste Auswirkungen. Am 1. Januar 2018 tritt das total revidierte Energiegesetz in Kraft. Es setzt verschiedene Anreize im Bereich Energieeffizienz. 

Fördermittel für energetische Sanierungen: das «Gebäudeprogramm»

Immobilieneigentümer sollen ihre Gebäude energetisch sanieren, um den veralteten Schweizer Gebäudepark effizienter zu machen. Dies ist bereits seit 2010 das erklärte Ziel des Bundes. Das «Gebäudeprogramm» kann künftig mehr Geld aus der CO2-Abgabe schöpfen, die für 2018 96 Franken pro Tonne CO2 beträgt. Das Programm wird aber auch weiterhin über kantonale Leistungen finanziert. Zukünftig ist das «Gebäudeprogramm» nicht mehr zeitlich befristet.

Förderungen im Bereich Stromeffizienz: «ProKilowatt»

«ProKilowatt» soll den Stromverbrauch in Haushalten, Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen senken.  Der Bund fördert Stromeffizienzprojekte und -programme. Durch jährliche wettbewerbliche Ausschreibungen und ein Auktionsverfahren sollen die Projekte zum Zuge kommen, die das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Ein Teil des erhöhten Netzzuschlages von 2,3 Rappen, den Jeder pro verbrauchte Kilowattstunde Strom ab 2018 zahlen muss, fliesst in diese Förderung. Künftig werden auch Effizienzmassnahmen in der Elektrizitätsproduktion und -verteilung unterstützt (inkl. Förderung von Stromproduktion aus nicht anders verwertbarer Abwärme).

Steuerliche Anreize im Gebäudebereich

Investitionen in energetische Gebäudesanierungen kann man bereits heute von den Steuern abziehen. Ab 2020 gilt dies auch für die Rückbaukosten von Ersatzneubauten. Die Kosten können auch in den zwei nachfolgenden Steuerperioden abgezogen werden, wenn sie im Jahr, in dem sie angefallen sind, steuerlich nicht vollständig berücksichtigt werden können. (nge/bfe)