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Wärmedämmung: U-Wert und g-Wert

Der bauphysikalische Begriff U-Wert (in der Bauphysik früher K-Wert) bezeichnet die Masseinheit zum Ermitteln des Wärmedurchgangskoeffizienten - also die Wärmeleitfähigkeit eines Bauteils. Er gibt an, wie viel Wärme in Watt (W) pro Quadratmeter (m2) und der Temperaturdifferenz, gemessen in Kelvin (K), durch ein Bauteil, wie Wände, Fenster oder Türen hindurchfliessen. Der U-Wert wird durch die Wärmeübertragung der Innenluft, der Aussenluft und die Wärmeleitung im Inneren eines Bauteils beeinflusst.

Die physikalische Einheit lautet: W/(m2xK). Es gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung (siehe SIA-Norm 331 «Fenster und Fenstertüren» oder Wärmeschutzvorschriften für Neubauten unter SIA-Norm 180 «Wärme- und Feuchteschutz im Hochbau»). 

U-Wert optimieren

Der U-Wert von bestehenden Bauteilen ist meist schwer zu berechnen, weil die genaue Konstruktion der einzelnen Komponenten, zum Beispiel bei Fenstern die Fensterrahmen oder die Verglasung, unbekannt ist. Möchte man ein veraltetes Bauteil sanieren, sollten umfangreiche bauphysikalische Abklärungen erfolgen, damit nach der Modernisierung ein guter U-Wert vorliegt, keine Feuchte eindringt und Wärmebrücken vermieden werden.

Auch der «U-Werte-Katalog» des Bundesamts für Energie mit integriertem U-Wert Rechner hilft bei der Bestimmung des U-Wertes für Neubauten und Sanierungen.

g-Wert

Der Energiedurchlassgrad (auch g-Wert) misst die Energiedurchlässigkeit transparenter Bauteile, wie Fenstern oder Glasbauteilen. Dieser gibt an, wie viel Energie zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung ins Innere gelangen kann und dort zur Erwärmung beiträgt. Die vom Bauteil reflektierte Energie gilt als Verlust, da diese nicht zur Erwärmung des Gebäudes beiträgt.

Der g-Wert wird anteilig ausgedrückt, das heisst ein Wert von 0,5 entspricht einem Gewinn von 50 Prozent der einstrahlenden Energie. Der Gesamtenergiedurchlässigkeitsgrad der Gläser sollte zwischen 0.3 und 0.45 betragen, denn je grösser, umso besser die Gesamtenergiedurchlässigkeit und umso besser die Energiegewinne während der Heizperiode.

Stand vom

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