Sie sind hier

Warmluft-Kachelofen

Ein Warmluft-Kachelofen ähnelt dem herkömmlichen Kachelofen nur äusserlich. In der Nachkriegszeit dienten diese Modelle zur Ganzhausbeheizung mit Luftkanälen in alle Zimmer. Der Warmluft-Kachelofen funktionieren nach dem Prinzip der Konvektion wie ein elektrischer Gebläseheizer, der klassische Schwedenofen Heizkamin oder Kaminofen. Er heizt mit Holzscheiten und besteht aus einem Kachelofeneinsatz und einem gusseisernen Nachheizkasten. Er erzeugt 70 Prozent Konvektionswärme und 30 Prozent Strahlungswärme.

In einen Hohlkörper wird die Raumluft eingesaugt und im gusseisernen Heizeinsatz durch Holz oder Briketts erhitzt. Alternativ gibt es auch Heizeinsätze, die mit Öl oder Gas befeuert werden. Durch Luftschlitze im Ofen strömt die erwärmte Luft in den Raum. Der heisse Rauch wird durch ein Rohr nicht in den Schornstein, sondern in einen Nachheizkasten aus Eisen abgeleitet. Die metallische Fläche erwärmt sich und die Luft im Kachelofen. Erst danach werden die Heizgase durch den Schornstein abgeleitet.

Moderne Warmluft-Kachelöfen sind heute wie andere Kachelöfen und Cheminées verglast, wodurch sich die Wärmespeicherung verbessert und der Feinstaub verringert. 

Vorteile Warmluft-Kachelofen

  • Ein Warmluft-Kachelofen kann eigenhändig gebaut werden. Der Bauaufwand ist geringer als bei Grundöfen, da im Inneren nur der Heizeinsatz und der Nachheizkasten stehen. 
  • Die Luft wird rasch erhitzt und verteilt sich in den angeschlossenen Räumen.
  • Warmluft-Kachelöfen beheizen mehrere Räume relativ preiswert und,
  • die Wärmeabgabe ist regelbar.
  • In Kombination mit einem Heizeinsatz plus Wasseraufsatz kann er auch Warmwasser erwärmen

Nachteile Warmluft-Kachelofen

  • Die Strahlungsleitung ist geringer als bei Kaminöfen.
  • Warmluft-Kachelöfen müssen ununterbrochen mit Holzscheiten beheizt werden, so kann der Wohnraum überheizen.
  • Ein Wärmespeicher, wie beim Kachelofen fehlt. Ist das Feuer abgebrannt, wird es schnell kalt.
Stand vom

Anzeige