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Ölheizung

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Raffinerie (Bild: Erdöl-Vereinigung) 

Kein anderer Energieträger lässt sich so einfach auf kleinem Raum lagern wie Heizöl. Mit flüssigen Brennstoffen der Zukunft lassen sich auch die CO2-Emissionen reduzieren.

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Am grössten ist die Nachfrage für Heizöl extra-leicht mit einer Siedetemperatur zwischen 200 °C und 360 °C. Dieser Brennstoff hat einen hohen Heizwert, verbrennt nahezu rückstandslos und ist kältebeständig. Inzwischen gibt es das extraleichte Heizöl auch in Ökoqualität mit vermindertem Schwefel- und Stickstoffgehalt sowie besseren Kälteeigenschaften. In der Industrie setzt man auf schweres Heizöl, das ab 380 °C siedet

In der Schweiz wird Heizöl seit 2014 mit 60 CHF pro 1000 Liter besteuert. Dazu kommt für alle Mineralölprodukte ein einheitlicher Zuschlag von 300 CHF pro 1000 Liter. Der Steuersatz ist, anders als in Deutschland und Österreich, nicht vom Schwefelgehalt abhängig, sondern vom CO2 Ausstoss. Die CO2-Abgabe auf Brennstoffe beträgt seit 2018 96 franken pro Tonne CO2.

Heizöl Kosten: Günstig und fossil 

Vor allem bei Sanierungen ist Heizen mit Öl eine günstige Variante. Der Brennstoff hat eine hohe Energiedichte, weshalb er auf kleinem Raum gelagert werden kann. Doppelwandige Kompakttanks können ohne zusätzliche Abgrenzungen direkt im Heizraum aufgestellt werden.

Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen immer Kohlendioxide (CO2). Ein geringerer CO2-Ausstoss kann, trotz neuster Verbrennungstechnologien, nur durch einen geringeren Verbrauch oder eine Senkung des Wärmebedarfs zum Beispiel durch die Wärmedämmung der Gebäudehülle erreicht werden.

Heizkosten sparen

  • Behalten Sie die Heizölpreise in der Schweiz im Auge.
  • Bestellen Sie Heizöl im Winter, wenn der Tank noch nicht leer ist. So können Sie mehrere Offerten einholen und mit dem niedrigsten Angebot Ihre Heizkostenabrechnung niedrig halten.
  • Sammelbestellungen zum Beispiel mit Nachbarn sind günstiger als Einzelbestellungen.

In einer Ölheizung wird das Heizöl in Brennwertkesseln, auch als Kondensationskessel bezeichnet, verbrannt.

Wie die Ölheizung funktioniert

Die Verbrennung erzeugt Wärme. Der im Öl enthaltene Wasserstoff und der in der Luft enthaltene Sauerstoff verbinden sich in einer chemischen Reaktion zu Wasser. Dieses Wasser wird durch die Hitze im Kessel zu heissem Dampf. Bei alten Ölheizungen entwich der Dampf über den Kamin. Moderne Ölheizungen gewinnen durch die Kondensation, also die Abkühlung des heissen Dampfes in einem Wärmetauscher, Energie. Bei der Kondensation werden zusätzlich 6 Prozent Energie frei, die zum Heizen verwendet werden kann. 

Reduzierte Schadstoffe

Die beim Verbrennungsprozess entweichenden Abgase haben eine Temperatur von etwa 45° Celsius bis 50° Celsius. Da der Schwefelgehalt im Öl gesenkt werden konnte, ist der Schadstoffgehalt im Kondensat sehr gering. Zudem ist bei den marktüblichen Systemen eine Neutralisationsbox eingebaut, sodass das Kondenswasser direkt in die Kanalisation geleitet werden kann. 

Mit der heutigen Verbrennungstechnologie werden die Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung (LRV) zum Schwefel-, Stickstoff und Feinstaubgehalt eingehalten. 

Die Heizkessel der Anlagen beanspruchen wenig Platz und können bedienungsfreundlich auf Sichthöhe installiert werden. Man unterscheidet bei Heizkesseln zwischen Wandkessel und Standkessel. Wie bei jedem Heizungssystem können verschiedene Energieträger miteinander kombiniert werden. 

Ölheizungen mit Solarthermie

Inzwischen können Ölheizungen mit Solarthermie kombiniert werden. Im Sommer, wenn es keine Raumwärme via Heizung braucht, wird das benötigte Warmwasser mittels Sonnenenergie erwärmt. Pro Person rechnet man mit etwa 1,7 Quadratmeter Flachkollektoren oder 1 Quadratmeter Vakuumröhren. Das heisst, eine vierköpfige Familie muss mindestens eine Dachfläche von 4 bis 6,8 Quadratmetern mit Kollektoren bedecken, um im Sommer ohne die Ölheizung auszukommen. 

Im Herbst, wenn die Solaranlage nicht mehr ausreicht, wird das benötigte Warmwasser mit Heizöl erwärmt.

Heizöl lagern

Heizöl ist ein Brennstoff, der aufgrund seiner hohen Energiedichte auf kleinem Raum gelagert werden kann.

Der Brennstoff sollte bei möglichst konstanten und tiefen Temperaturen von 5 °C bis 10 °C und ohne Lichteinfluss gelagert werden, dann ist das Heizöl über Jahre einsetzbar. Der Inhalt eines Öltankes sollte innerhalb von 3 Jahren einmal umgeschlagen werden. 

Wasser, Bakterien aus der Luft, Licht und Wärme sowie der katalytische Einfluss von Buntmetallen auf das Heizöl können seine Lagerstabilität verändern. Bei ungünstigen Lagerbedingungen altert der Brennstoff und wird dunkel.

Infolge unsachgemässer Lagerung bilden sich harzähnliche Schwebestoffe, die sich auf dem Tankboden absetzen. Gelangen diese Stoffe, auch als Schlamm bezeichnet, zum Brenner, können die Filter von Pumpen und Düsen verstopfen. Diese Situation führt zu Störungen im Betrieb. Aus diesem Grund empfiehlt es sich eine Tankreinigung nach etwa 10 Jahren.

Für Ein- und Mehrfamilienhäuser hat sich die Lagerung von Heizöl in einem Innentank im Gebäude durchgesetzt.

Unterhalt Heizöltank

Kleinere Anlagen sind mit doppelwandigen Heizöltanks ausreichend geschützt. Die Innentanks grösser Gebäude sind in einem öldichten Schutzbauwerk untergebracht. Sicherheitssysteme wie Vollvakuumgeräte verhindern, dass flüssiger Brennstoff ins Erdreich gelangen kann.

Schutzmassnahmen

  • Grundsätzlich ist jeder Anlagebesitzer für den Zustand seiner Tankanlage selbst verantwortlich.
  • Die Vorschriften für den Bau und den Betrieb sind kantonal geregelt.
  • Je nach Gewässerschutzzone müssen die Tankanlagen bewilligt oder nur gemeldet werden. Die Bewilligung erteilt das kantonale Amt für Gewässerschutz aufgrund eines Gesuches.
  • Bewilligungspflichtige Anlagen müssen alle 10 Jahre einer Revision unterzogen werden. Die Revision umfasst eine Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen, eine Sichtkontrolle des Zustands des Öltankes von aussen und bei einem Innentank des Schutzbauwerks. Eine Innenkontrolle wird von den Behörden nicht mehr verlangt, aber nach wie vor empfohlen. 
  • Meldepflichtige Anlagen unterliegen keinen staatlichen Vorschriften. Der Anlagebesitzer ist für den Zustand selbst verantwortlich.
  • Kontaktstelle: Verband für Bau und Unterhalt von Tankanlagen (VTR).

Oberirdische Heizöltanks

Für kleinere Anlagen werden doppelwandige Kompakttanks aus Kunststoff oder Stahlblech angeboten, die direkt neben dem Heizkessel aufgestellt werden. Eine Alternative zu Kompakttanks bieten Kunststofftanks, die in Ölauffangwannen eingebaut werden. Diese können zu Tankbatterien zusammengestellt und angeschlossen werden. 

Innentanks für grössere Gebäude werden meistens in Stahlblech gebaut und sind in einem öldichten Schutzbauwerk untergebracht.

Heizöltank unterirdisch

Alternativ zur oberirdischen Lagerung, kann das Heizöl in einem Erdtank, einem doppelwandigen Aussentank, der im Terrain versenkt wird, gelagert werden. Der Brennstoff wird vor allem in Gebäuden, in denen der Platz für einen Innentank fehlt, unterirdisch gelagert.

Sicherheitsvorschriften Erdtank

Sicherheitssysteme wie Vollvakuumgeräte überwachen den unterirdischen Heizöltank und verhindern, dass flüssiger Brennstoff ins Erdreich gelangen kann. Seit Anfang 2015 müssen alle erdverlegten einwandigen Tanks sowie doppelwandige Tanks ohne Leckanzeigegerät mit einer doppelten Innenwand mit Leckdetektor ausgestattet sein.

Einzelöfen

Mit Öl betriebene Einzelofen sind teilweise noch in Altbauten zu finden. Sie werden über ein Rohrsystem aus dem Tank im Keller mit Heizöl gespeist.

Nachteile Öl-Einzelofen

  • Mit Öl betriebene Einzelofen können riechen, weil sie hohe Oberflächentemperaturen haben. Der unangenehme Geruch entsteht durch eine Staubverschwelung und Öltröpfchen. Abhilfe schafft die Kontrolle und Reinigung der Regler, Verschraubungen oder in der Ofenwanne darunter.
  • Die Regelbarkeit entspricht oftmals nicht mehr den gewohnten Standards.
  • Der Sauerstoffgehalt in den Räumen verringert sich, es muss also häufiger gelüftet werden. 
  • Allenfalls müssen die Wände in kürzeren Abständen geweisst werden.
Stand vom

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