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Boiler

Als Boiler werden Geräte bezeichnet, die warmes Wasser speichern und teilweise erhitzen. In der Regel sind diese Warmwasserspeicher nicht wärmegedämmt. Man unterscheidet drei Arten von Boilern:

Direkt wärmende Speicher

Diese Boiler erzeugen die Heizwärme zur Wassererwärmung unmittelbar im Speicher und sind von der zentralen Heizungsanlage unabhängig. Sie sind immer emailliert, werden mit Strom oder Gas betrieben und haben im Gegensatz zum indirekten Speicher eine eigene Brennkammer sowie einen eigenen Abgasanschluss. Die erzeugte Energie gelangt vom Brenner über den Speicherbehälter zum Abgasanschluss und gibt auf diesem Weg die Wärme ab. Fällt die Temperatur, springt der Brenner wieder an.

In der Vergangenheit wurden direkte Speicher eingesetzt, um im Sommer den Heizkessel ausser Betrieb zu nehmen. Seit Beginn der Niedertemperatur- und Brennwertheizgeräte büsst diese Speicherart an Bedeutung ein. Direkt beheizte Boiler sind wegen ihrer geringen Energieeffizienz und hohen Wartungskosten nicht mehr konkurrenzfähig.

Indirekt wärmender Speicher

Bei einem indirekt beheizten Boiler erfolgt die Erwärmung des Speicherwassers stetig über die zentrale Heizungsanlage. Er hat keinen eigenen Brenner, ein separater Schornsteinanschluss ist nicht erforderlich.

Im Grunde funktioniert der indirekte Speicher wie ein Heizkörper. Eine via Zeitschaltuhr gesteuerte Pumpe fördert das heisse Wasser durch eine im Warmwasserspeicher eingebaute Rohrschlange. Das heisse Wasser, das sich in der wendel- oder spiralförmig gebogenen Heizschlange, auch Wärmetauscher genannt, befindet, gibt seine Wärme an das es umgebende kältere Wasser im Speicher ab und kühlt dabei ab. Das kühle Wasser wird gleichzeitig erwärmt, es kommt zum Temperaturausgleich und zum Wärmetausch.

Im Gegensatz zum Durchlauferhitzer und dem direkten Speicher steht beim indirekt beheizten Boiler jederzeit warmes Wasser zur Verfügung. Solarthermische Anlagen werden in der Regel mit einem indirekten Boiler betrieben.

Doppelmantelspeicher

Der indirekt beladene Doppelmantelspeicher ist eine Speicher-im-Speicher-Konstruktion. Bei diesem Gerät befindet sich das Brauchwasser nicht in einer Heizschlange wie beim indirekt beheizten Boiler, sondern in einem inneren Speicher. Diesen umgibt ein äusserer, mit Heizungswasser gefüllter Speicher. Der Wärmetausch findet über die gesamte Fläche des inneren Speichers statt, nicht nur über die Rohrschlange.

Doppelmantelspeicher sind von der Konstruktion her einfacher als der indirekt wärmende Speicher und in der Anschaffung 20 bis 50 Prozent günstiger. Allerdings ist der Wirkungsgrad geringer als beim indirekt erwärmten Boiler. Meist werden diese Warmwasserspeicher in Verbindung mit Öl-, Gas- und Holzheizungen sowie mit solarthermischen Anlagen und Wärmepumpen angeboten.

Stand vom

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