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Biogas

Biogas ist wie Holz ein nachwachsender, CO₂-neutraler Energieträger, der zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Wie entsteht Biogas?

Der Brennstoff wird beim Vergärungsprozess von Biomasse gewonnen. Energieanbieter setzen für die Zukunft auf eine zielstrebige Verwertung organischer Abfälle in Biogasanlagen. In der Stadt Zürich werden seit 2013 die Küchenabfälle separat gesammelt und zusammen mit Gartenabfällen vergärt. Ergänzend dazu wird aus Klärschlamm, der bei der Abwasserreinigung entsteht, durch einen Faulungsprozess Klärgas gewonnen. Diese Biorohgase, aufbereitet auf Erdgasqualität, werden direkt ins Gasnetz eingespeist. Zwar ist Biogas heute noch teurer als Erdgas, jedoch sinkt die Preistendenz.

Verschiedene lokale Erdgasversorger bieten Wärmeenergie mit einem Biogasanteil von 5 Prozent, 20 Prozent, oder sogar 100 Prozent Biogas an. Unter den 100 Prozent-Kunden sind auch immer mehr Gemeinden, die für ihre Liegenschaften Biogas beziehen.

Ökologischer Mehrwert

Das Prinzip ist vergleichbar mit jenem von Ökostrom. Wer Biogas bezieht, kauft neben der eigentlichen Energie zusätzlich einen ökologischen Mehrwert, nämlich erneuerbare Energie. Die gekaufte Menge wird an einem anderen Ort real produziert und garantiert ins Erdgasnetz eingespeist.

Biogas lagern

Biogas hat physisch dieselben Eigenschaften und Qualitäten wie Erdgas und kann demnach im Leitungsnetz nicht davon unterschieden werden. Darum werden beide ins gleiche Netz eingespiesen. Der Brennstoff darf nur von Herstellern gelagert werden, da die behördlichen Auflagen streng sind. So müssen Betonböden, Sammelschächte und Abflüsse vorhanden sein, damit keine Schadstoffe ins Erdreich gelangen.

Gasabsatz 2017

In der Schweiz wurden im vergangenen Jahr insgesamt 39‘229 Gigawattstunden (GWh) Erdgas und Biogas abgesetzt. das sind 0,5 Prozent als im Vorjahr. Das ins Gasnetz eingespeiste Biogas aus einheimischer Produktion betrug 341 GWh. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um fast 11 Prozent. Ziel ist, deren Anteil im Wärmemarkt bis ins Jahr 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen. Damit können laut dem Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) die CO2-Emissionen im Vergleich zu Heizöl um 50 Prozent reduziert werden.

Stand vom

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