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Photovoltaik

Solarstrom macht glücklich

Das Ergebnis einer Masterarbeit der Universität Basel zeigt: Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, fühlt sich wohler.

Gutes Gewissen dank Photovoltaikanlage. Symbolbild: Fotolia.de

Nachhaltigkeit liegt im Trend. Ob das daran liegt, dass Menschen, die sich umweltfreundlich Verhalten glücklicher sind als andere? Mehrere Studien haben einen solchen Zusammenhang ermittelt. Diese Korrelation stellte Thomas Schenk nun erstmals auch zwischen privaten Photovoltaikanlagen (PV) und dem eigenen Wohlbefinden fest. Für seine Masterarbeit in «Sustainable Development» an der Universität Basel, befragte er 600 private Solarstromproduzenten sowie Eigenheimbesitzer ohne eigene Anlage. Er fand heraus, dass Hausbesitzer mit eigener Solarstromanlage, ein besseres Gefühl beim Strom verbrauchen hatten und insgesamt glücklicher waren als andere Eigenheimbesitzer. Die Onlinebefragung wurde zwischen April und Mai 2017 durchgeführt. 

Es finden sich auch andere interessante Kernaussagen in der Masterarbeit:

Mehr  Solarenergie, mehr Energieeffizienz

Gemäss Studie beschleunigt sich der Ausbau von Solaranlagen. Bei 41,7% der Befragten sind die Anlagen seit 2015 in Betrieb. Knapp jeder zweite interviewte Hausbesitzer, der bis heute keinen eigenen Solarstrom nutzt, beabsichtigt eine PV-Anlage zu installieren. Private Solarstromproduzenten investieren darüber hinaus häufiger in energetische Gebäudesanierungen als die übrigen Hausbesitzer. Sie installieren Solarthermieanlagen und Wärmepumpen und benutzen häufiger ein Elektroauto.

Fazit der Studie

Die Debatte über den Ausbau von Solaranlagen wird häufig dominiert von Kosten-Nutzen-Überlegungen. Schenk schlussfolgert, dass es sich für Verbände und Photovoltaikinstallateure lohnen könnte, zukünftig auf die Steigerung des persönlichen Wohlbefindens aufmerksam zu machen, statt wie bisher monetäre Gründe in den Fokus zu stellen. (nge/sda)