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Solarenergie

2017 stagnierte Solarenergie in der Schweiz

Wie Swissolar kürzlich berichtete, boomte die Sonnenenergie weltweit, nur in der Schweiz ging es nicht vorwärts. Erklärungen lieferte der Fachverband für Sonnenenergie gleich mit

Solaranlage in einem afrikanischen Bergdorf in Lesotho. (Bild: pixabay)

«Allein die letztes Jahr neu installierte Photovoltaikleistung von rund 100 Gigawatt weltweit (33 Prozent mehr als im Vorjahr) könnte mehr als das Doppelte des jährlichen Schweizer Stromverbrauchs decken», sagt David Stickelberger von Swissolar. Für 2018 rechnet er mit einem weiteren globalen Marktwachstum von 20 bis 50 Prozent.

Warum – laut ersten Hochrechnungen – der Ausbau der Sonnenenergie in der Schweiz stagnierte, erklärt der Kommunikationsverantwortliche mit den unsicheren politischen Rahmenbedingungen im letzten Jahr. Mit der Revision des Energiegesetzes sollte sich dies wenigstens im Bereich Photovoltaik im 2018 ändern.

In der Schweiz geht Swissolar für 2017 von einer neu installierten Photovoltaikleistung von  250 bis 270 Megawatt (MW) aus. Die etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Quadratmeter, entsprechen immerhin 225 bis 250 Fussballfeldern. Das klingt erstmal gar nicht schlecht, entspricht aber lediglich einer Steigerung von einem halben Prozent gemessen am Vorjahr. Insgesamt macht der Solarstrom drei Prozent des inländischen Strommixes aus. Damit ist die Technologie die zweitwichtigste erneuerbare Energie nach der Wasserkraft.

Für 2018 erwartet der Verband ein moderates Wachstum von über 300 MW.

Marktrückgang bei Solarthermie erwartet

Bei der Solarthermie hingegen gäbe es immer noch politische Unsicherheit. Deshalb wird mit einem weiteren Marktrückgang im laufenden Jahr gerechnet. Zwar werde es vermutlich einen Zuwachs von 50‘000 Quadratmetern geben, dies seien aber 15 Prozent weniger als im 2017. Es liegt nun an den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) ein Regelwerk für den Ausbau der Solarwärme zu schaffen.

Die offizielle Markterhebung Sonnenenergie im Auftrag des Bundesamtes für Energie erscheint im Juni 2018. (nge/pd)