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Telekommunikation und Multimedia

Als Telekommunikation wird eine moderne Übertragungstechnologie bezeichnet, also der Datenaustausch von einem Sender wie einer Rundfunkanstalt via Kabel, Funk, Antenne oder Satellit an einen, oder mehrere Empfänger, wie Fernsehgeräte, Radios und Handys. Der Datenaustausch ist heute in der Regel multi- und crossmedial.

Multimedia und Crossmedia

Werden digitale und interaktive Medien wie Texte, Fotografien, Grafiken, Animationen, Audio- und Videodateien, in mehreren Medien unabhängig voneinander verbreitet, spricht man von multimedialen Inhalten.

Werden digitale Inhalte dagegen für verschiedene Medien individuell aufbereitet und dort unabhängig voneinander veröffentlicht, spricht man von crossmedialen Inhalten.

Klassischer Kabelanschluss

Die meisten Schweizer Haushalte sind an das Breitbandkabelnetz mit sogenannten Koaxialkabeln angeschlossen. Sie sind zum Empfangen von Fernsehen und Radio nicht mehr auf Antennen oder Satellitenschüsseln angewiesen. Planung, Bau und Betrieb erfolgen durch verschiedene Gesellschaften. Diese montieren den Kabelanschluss, wofür Hauseigentümer eine einmalige Anschlussgebühr zahlen müssen. Mit «Triple Play» laufen die drei Kommunikationskanäle Telefon, Internet, TV und Radio kombiniert über einen Anbieter und kommen daher aus einem Kabel.

Glasfaserkabel und digitales Fernsehen

Mittlerweile gehören W-LAN und hochauflösendes Fernsehen (HDTV) in den Schweizer Haushalten zum Standard. Seit März 2015 wird das analoge Fernsehen in Standardqualität in der Schweiz schrittweise abgeschaltet. Damit wird die Breitbandtechnik zur Übergangslösung, da der Informationsaustausch künftig über Licht abgewickelt wird. Glasfaserkabel, die aus Quarzglas oder Kunststoff bestehen, funktionieren dabei als Lichtwellenleiter. Das sogenannte FTTH (Fibre to the home) sorgt für einen schnellen Internetanschluss im Haus.

Momentan werden vor allem in Ballungszentren Glasfaserleitungen verlegt. In kleineren Ortschaften ist die Erschliessung und Erstellung eines «Fiber Spots» abhängig von der Grösse der Überbauung. Glasfaserleitungen sind Ausgangspunkt für die Automation im Smart Home.

Dank Multimedia-Anschlusspunkten, sichtbar als Dose, wird es möglich, die Telekommunikations-, Radio- und Fernsehdienste in allen Wohnräumen zu nutzen. Dazu muss jeder Netzbetreiber den Hausanschluss mit einem zentralen Wohnungsverteiler verbinden. Von diesem werden die Kabel sternförmig zu den Multimediaanschlüssen geführt.

Digitales Antennenfernsehen (DVB-T)

Digitales Fernsehen kann auch terrestrisch via Antenne bezogen werden. Im Gegensatz zum Kabelfernsehen ist dies unverschlüsselt und es werden keine monatlichen Gebühren fällig. Dennoch konnte sich DVB-T bisher in der Schweiz nicht durchsetzen.

Internet TV (IPTV) und mobiles Fernsehen

Via Tablet und Smartphone kann man auch unterwegs Fernsehen schauen. Für das sogenannte «mobile TV» gab es bislang drei europäische Rundfunknetze: DVB-H, DMB und DVB-T. In der Schweiz ist DVB-H Standard. Es gibt die Möglichkeit Sendungen, Videos oder Podcasts auf Bestellung anzuschauen, oder per UMTS-Live-Videostream. Die Übertragung über Funk (W-LAN) wird immer beliebter.

Hybrides Fernsehen: HbbTV

Die Begriffe ConnectedTV, HbbTV, NetTV und Smart TV bezeichnen alle die gleiche Entwicklung, nämlich das hybride Fernsehen: die Verquickung von Fernsehen und Internet via W-LAN oder FTHH. Dadurch soll die crossmediale Nutzung von Internet, Fernsehen, Handy, Tablet und Anderen vereinfacht werden.

Telefonleitung

Mit der Stromhauptleitung aus dem öffentlichen Netz wird separat auch die Telekommunikationsleitung zum Hausanschluss im Keller geführt. Von dort wird die Leitung nach oben zu den einzelnen Telekommunikationsdosen in den Zimmern gezogen. Für Bauherren, die noch nicht auf die hauptsächliche Nutzung des Mobiltelefons umgestiegen sind, empfiehlt es sich pro Zimmer eine Telefondose zu installieren, und genügend Steckdosen für zusätzliche Geräte daneben zu platzieren.

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