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Planung Schalter und Steckdosen

Eine sorgsame Planung erhöht den Wohnkomfort, denn vergessene oder an der falschen Stelle eingeplante Steckdosen, Lichtschalter und sonstige Steuerungsmöglichkeiten führen zu Abstrichen bei der Bequemlichkeit. Immer wieder aufzustehen, nur weil ein Lichtschalter nicht dort ist, wo er hingehört, ist lästig. Auch fehlende Steckdosen und unnötiger Kabelsalat verringern den Komfort. 

Platzierung Lichtschalter und Steckdosen

Bereits während der Rohbauphase sollte der Bauherr dem Elektriker mitteilen, wo und wie viele Lichtschalter und Steckdosen installiert werden sollen. Neben der individuellen Entscheidung über die Anzahl und Lage der Elektroinstallationen ist eine dezidierte Planung mit Fachleuten zu empfehlen. In der DIN Norm 18015 Installationszonen vorgegeben, die die Höhe und Abstände von Türen und Wänden regeln.

Grobplanung Schalter und Steckdosen

Ein Plan im Massstab von 1:50 von jedem Geschoss ist Voraussetzung, noch bequemer ist ein Plan 1:20. Überlegen Sie sich Raum für Raum, wo später welche Einrichtungsgegenstände hinkommen.

Die exakte Lage ist dabei nicht wichtig, man sollte aber zumindest die Raumseite wissen, wo später beispielsweise die Musikanlage, der Fernseher, der Schreibtisch oder das Doppelbett aufgestellt werden soll.

Feinplatzierung des Elektromaterials

Danach werden die Wunschpositionen für Lichtschalter, Steckdosen, Medienanschlüsse für Kabel-TV und EDV sowie anderes Elektromaterial eingezeichnet. Pro Tür werden entsprechende Symbole für Standardlichtschalter und Steckdosen im Grundplan eingetragen. Wenn man eine Profi-Multimediaanlage hat und diese aus mindestens 10 verschiedenen Geräten besteht, sollte man auch zehn Steckdosen einplanen. Zwar können Steckerleisten auch nachträglich integriert werden, eine vorausschauende Planung verhindert das Risiko für Kabelsalat.

Ist man nicht sicher, ob die Musikanlage später in der Mitte der Wand oder in den Ecken aufgestellt werden soll, zeichnet man in jeder möglichen Ecke fünf Steckdosen ein. Dann ist man später ausreichend flexibel. Generell sind Steckdosen in den Raumecken, etwa 30 Zentimeter von der angrenzenden Wand entfernt optimal platziert.

Zusätzlich sollte in jedem bewohnbaren Raum zumindest in Bereich der diagonal gegenüberliegenden Raumecke eine weitere Steckdose vorgesehen werden. In Abstellräumen oder im WC genügt eine Steckdose unterhalb des Lichtschalters.

Elektroinstallationen im Badezimmer

Für die Platzierung der Steckdosen im Bereich Badewanne und Dusche sind vorgeschriebene Abstände einzuhalten. Der Beizug eines Elektrofachmannes ist unerlässlich. FI-Schutzschalter sind für Steckdosenstromkreise in Räumen mit Badewanne oder Dusche für Neuinstallationen vorgeschrieben, ebenso für Steckdosen, an die elektrische Geräte für den Gebrauch im Freien angeschlossen werden können. FI-Schutzschalter werden auch für andere Räume empfohlen.

In Wohnbauten dürfen die 10-A-Steckdosen T12, T13 und T15 nur noch mit 10-A-Schmelzeinsätzen oder 13-A-Leitungsschutzschaltern vorgesichert werden, denn die Anschlussklemmen der Betriebsmittel sind nur für den Nennstrom von 10 A ausgelegt.

Elektroplanung in Keller und Garage

In der Hobbywerkstatt oder in der Garage macht die Installation einer Steckdose mit Dreiphasenwechselstrom (400 Volt Kraftstrom) Sinn. Hier können bei Bedarf Geräte mit einer grösseren Spannung angeschlossen werden, eispielsweise eine Mischmaschine, eine starke Tischkreissäge oder anderes Elektromaterial. Auch für eine später geplante Sauna oder ein Bussystem sollte man bei der Elektroplanung einen entsprechend starken Stromanschluss vorsehen.

Weitere Informationen zu Schaltern und Steckdosen

Der Markt für Schalter und Steckdosen deckt ein breites Specktrum ab und erstreckt sich über einfache weisse Steckdosen aus dem Baumarkt bis hin zu farbigen Designobjekten. Erhältlich sind Modelle mit Kindersicherung, wasserdichte Steckdosen für den Aussenbereich, kombinierte abgedeckte Sammeldosen und Schalter mit integriertem Bewegungsmelder, Dimmer und Funksystem.

Folgende Überlegungen erleichtern die Auswahl: Will man auf dem Balkon lesen? Spielen die Kinder elektronische Instrumente? Wäre es praktisch, vom Wohnzimmer aus die Flurbeleuchtung einzuschalten?

Kindersicherung

Achten Sie bei der Auswahl der Steckdosen darauf, dass diese mit einem Kinderschutz ausgerüstet sind. Die Kindersicherungen verhindern wirksam, dass Kleinkinder Gegenstände in die Strom führenden Pole stecken und sich so gefährlichen Stromstössen aussetzen.

Feuchtigkeit

Bei wasserdichten Elektroinstallationen können Schutzkontakt-, Antennen-, Telefon- und Lautsprechersteckdosen, Raumthermostat und Jalousieschalter unter einem gemeinsamen Abdeckrahmen zu einer Kombination im gleichen Design zusammengefasst werden.

Folgende Überlegungen erleichtern die Auswahl: Will man auf dem Balkon lesen? Spielen die Kinder elektronische Instrumente? Wäre es praktisch, vom Wohnzimmer aus die Flurbeleuchtung einzuschalten?

Lichtschalter

  • Dimmer für Steckdosenstromkreise ermöglichen eine zentrale Helligkeitsregulierung für Tisch- und Stehleuchten. Die Fernbedienung verschiedener Lichtquellen durch einen Hand- oder Wandsender ermöglicht das Ein- und Ausschalten sowie Dimmen bei gleichzeitiger Bedienung verschiedener Leuchten. Die nachträgliche Montage ist möglich. 
  • Unterputzschalter und Dimmer werden anstelle der bisherigen Schalter eingesetzt und durch Handsender oder direkt betätigt.
  • Über Memofunktionen können bestimmte Lichtsituationen im Smart Home gespeichert und jederzeit abgerufen werden.
  • Drahtlose Funkschalter sind auch auf Glas oder anderen Flächen ohne Schaltleitungen klebbar. 
  • Integrierte Bewegungsmelder schalten die Beleuchtung ein und aus.
  • Ist der Stromkreis von innen abschaltbar, sind Aussensteckdosen gegen unerwünschte Benutzung durch Einbrecher geschützt.

Steckdosen

Moderne Schweizer Steckdosen sind in der Regel sechseckig und haben drei runde, dünne Kontaktstifte. Sie sind wesentlich kleiner als andere europäische Steckdosen, verpolungssicher und durch ihre Form mechanisch sehr belastbar. In die inländischen Dosen passen Euroflachstecker, keine Konturenstecker. Seit 2013 sind ausschliesslich Modelle mit Schutzkragen, Erdung und Isolierung erhältlich. Ab 2016 gilt das Verbot auch für Dosen ohne vertieftes Buchsenloch.

Weitere Informationen zu normalen Steckdosen, Abzweigsteckern, Zwischensteckern, Verlängerungskabeln sowie Fix- und Reiseadaptern finden Interessierte in der Norm SEV 1011.

Abzweigdosen

Abzweigdosen oder Verteilerdosen aus feuerhemmendem Thermoplast werden in Decken oder in Wänden angeordnet. In ihnen werden mehrere elektrische Leitungen zusammengeführt. Sie sollen leicht zugänglich sein, und die Deckel müssen ohne Beschädigungen demontierbar sein. Darüber hinaus müssen sie der DIN Norm VDE 0601-1 entsprechen. Schalter und Steckdosen mit eingebauten Abzweigkontakten ersparen Abzweigdosen.

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