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Elektroinstallation

Vergessene oder an der falschen Stelle eingeplante Lichtschalter und Steckdosen sowie fehlende TV- oder Telefonbuchsen ärgern den Bauherren nach Einzug, unsachgemässe Anschlüsse stellen ein erhebliches Risiko dar. Deshalb lohnen eine dezidierte Elektroplanung und ein professioneller Elektroanschluss.

Zusätzlich sollten beim Neubau Leerrohre integriert werden, die das Nachrüsten von Elektromaterial zu einem späteren Zeitpunkt vereinfachen.

Elektroplanung

Grundrisspläne und eine exakte Vorstellung von der Anzahl und Anordnung der elektrischen Installationen sind für den späteren Wohnkomfort und die Sicherheit der Bewohner unabdingbar. Ein Plan im Massstab von 1:50 von jedem Geschoss ist Voraussetzung, noch bequemer ist ein Plan 1:20.

Folgende Details sollten sichtbar sein: Die Wände mit allen Fenster- und Türöffnungen samt eingezeichneter Öffnungsrichtung, die Lage der wichtigsten Einrichtungsgegenstände, wie Möbeln für TV, Musikanlage, Unterhaltungselektronik, die geplanten Lampenstandorte, der Schreibtisch mit PC, Betten und die Küchenzeile.

Die nachfolgenden Elemente sollten vorab wohlüberlegt eingeplant und eingezeichnet werden: Lichtschalter, Steckdosen, Decken- und Wandleuchten, Türsprechanlagen, Medienanschlüsse für Kabel-TV und Internet, Bewegungsmelder, Alarmanlagen und Staubsauganlagen.

Finanzielle Förderung der Baumassnahmen

Manche Kantone und Gemeinden gewähren nicht nur die Sanierung von bestehenden Gebäuden, sondern unterstützen das Nachrüsten mit intelligenter Haustechnik, wie zum Beispiel automatisierte Wärmezähler oder Heizkostenverteilgeräte, Abwärmenutzung, der Ersatz von Elektro-Widerstandsheizungen durch neue Lösungen. Informieren Sie sich über die Baufördergelder in ihrer Nähe.

Achtung - der Förderantrag muss in 99 Prozent der Fälle vor der Baumassnahme eingereicht werden, damit Geld fliesst.

Elektroanschluss

Der elektrische Hausanschluss muss in der Schweiz von Fachleuten aus dem Elektrizitätswerk oder einer autorisierten Installationsfirma installiert werden, da die Leitungen mit 230 Volt unter einer hohen Spannung stehen. Bei unsachgemässer Bedienung kann es zum Ausbruch von Feuer oder zu gesundheitsschädlichen - und im schlimmsten Fall tödlichen - Stromschlägen kommen.

Fachmännische Installation

Bei allen Elektroinstallationen gelten Sicherheitsvorschriften. Welche Elektroinstallation man selbst ausführen darf, ist in der 2001 verabschiedeten und 2013 angepassten Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) festgelegt. Fachleute müssen darüber hinaus in der Starkstromverordnung (StV) firm sein.

Die abschliessende Kontrolle der Elektroanschlüsse und des Elektromaterials im Neubau ist von grosser Bedeutung, da es für die Handwerker einfacher ist, etwaige Änderungen vor dem Beginn des Innenausbaus durchzuführen.

Stand vom

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