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Dachentwässerung

Als Dachentwässerungsanlagen/ -abläufe kommen häufig aussen liegende Dach- oder Regenrinnen zum Einsatz. Aber auch innen liegende Dachwasserabläufe (etwa in Verbindung mit Dach-Gullys) können montiert werden. 

Faktoren zur Wahl der Dachentwässerungsanlage

  • Steildach oder Flachdach
  • Dachgrundfläche
  • Oberflächenbeschaffenheit  (Asphalt, Kies, Ziegel, mit oder ohne Begrünung usw.)
  • Gemessene Regenmenge in Litern nach Zeiteinheit (Sek.) und Fläche (Hektar) (Fachbegriff: Regenspende)

Entwässerung von Steildächern ...

Bei Steildächern reichen meistens schon die herkömlichen Dachrinnen, das ablaufende Regenwasser an der Traufe zu sammeln und durch einen Trichter und ein Fallrohr abzuleiten. Regenrinnen werden mit Gefälle zu den Dachwasserablaufrohren verlegt. Sie bestehen aus Zink, verzinktem Stahl, Kupfer, Aluminium, Kunststoff, Edelstahl, Holz und werden mit dem passenden Zubehör und Fallrohr geliefert. Sie können halbrund oder kastenförmig (beide offen) sein. Sie können vorgehängt (immer günstiger!) oder eingebaut werden. Für Flachdächer eignen sich Dachrinnen nur bedingt, da eine durch Neigung entstehende hohe Fliessgeschwindigkeit nicht erzielt werden kann. Ein Ablauf mit Sieb verhindert das Verstopfen des Fallrohres. Eine Rinnenheizung (elektr. beheiztes Spezialkabel) verhindert das Einfrieren.

... und Entwässerung von Flachdächern

Gullys und geschlossene Dachwasserablaufrohre dienen der Entwässerung vom gefälleschwachen Flachdach. Ziel ist es, das Regenwasser so schnell abzuleiten, dass stehendes Wasser keine Schäden verursachen kann. Der Einbau erfolgt am tiefsten Punkt der Dachfläche. Die Anzahl Gullys richtet sich nach der zu entwässernden Dachfläche und ist in der SIA-Norm 271 «Abdichtung von Hochbauten» geregelt. Aus Sicherheitsgründen sollten mindestens zwei Dachwassereinläufe sowie Dachwassernotüberläufe an den Aussenkanten vorgesehen werden. Ein Laubsieb vermeidet Verstopfungen der Dacheinläufe durch Laub und Schmutz. Wärmegedämmte Dacheinläufe vermeiden Kondenswasserschäden. Diese oder heizbare Varianten sollten auch vorgesehen werden, wenn infolge geringer Fliessgeschwindigkeit im Winter die Gefahr der Vereisung besteht 

Dachentwässerungsanlagen in Verbindung mit Regentonnen ermöglichen die Verwendung des Regenwassers im Garten (kein Trinkwasser).

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