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Sauna und Home Spa

Wer sich zu Hause eine private Sauna einbauen möchte, muss zuerst an den zur Verfügung stehenden Platz, die Anzahl Saunierer und das vorhandene Budget denken. Die Elektrozuleitung, ein Wasseranschluss in der Nähe und eine Be- und Entlüftung müssen ebenfalls berücksichtigt werden. 

Saunaofen

Die Grösse und Leistung des Saunaofens und des Steuergerätes hängen vom Rauminhalt der Kabine ab. Das Heizsystem ist aus rostfreiem Material hergestellt. Die Aussenflächen des Ofens sollten 100 °Celsius nicht übersteigen. Gewisse Systeme lassen sich bei Platzmangel unter der Sitzbank installieren. Man kann auch einen offenen Saunaofen wählen. Es gibt Saunaöfen für Elektroenergie, aber auch solche für Öl, Gas sowie Kohle oder Holz. Vor Verbrennungen schützen eine Blende und ein Sicherheitsabstand oder ein Schacht, der den Ofen vom Saunaraum trennt. Die Temperatur ist mit Schalter regulierbar. Ein Sicherheitstemperaturbegrenzer schaltet das Heizgerät bei 140 °Celsius aus.

Ein zugfreies Lüftungssystem sorgt für den Luftaustausch in der Sauna. Der Luftdurchsatz sollte regulierbar sein – ein fünffacher Luftwechsel pro Stunde ist wichtig. Die Frischluftzufuhr zum Ofen erfolgt von aussen oder aus einem benachbarten belüfteten Raum. Die Frischluft wird direkt nach dem Eintritt in den Saunaraum vom Ofen erhitzt, damit es nicht zu Temperaturschwankungen im Innenraum kommt. Je grösser die Heizleistung des Saunaofens, desto schneller heizt der Saunaraum auf.

Die richtige Saunagrösse

Es gibt Saunen in den unterschiedlichsten Grössen. Kleine Einpersonenkabinen haben nur eine Sitzbank und sollten mindestens einen Quadratmeter gross sein. Für einen Vierpersonenhaushalt sind 2 mal 4 Meter ausreichend. Falls genügend Platz vorhanden ist, empfiehlt es sich eher ein grösseres Saunamodell zu wählen, so dass beim Saunieren kein beengtes Gefühl auftritt und wenigstens einer liegen kann.  

Wie viel kostet das Home Spa

Das Wellnessgefühl zuhause ist unter Umständen kostspielig. Günstige Varianten sind ab etwa 3000 Schweizer Franken erhältlich, professionelle Saunabauer rangieren zwischen 6'000 und 20'000 Schweizer Franken. Trotz der höheren Kosten ist der Kauf und professionelle Einbau durch Experten empfehlenswert, da dann die Qualität des Materials garantiert ist und Feuchtigkeitsschäden verhindert werden. 

Hitze, Abkühlung und Ruhe

Ein Saunagang sollte etwa zehn bis 15 Minuten dauern, danach sollte man sich zuerst abkühlen und schliesslich 20 Minuten ruhen. Eine kalte Dusche oder ein Tauchbecken in der Nähe sorgen im Wechselspiel mit der Hitze für eine Kreislauf- und Stoffwechselstimulation sowie für ein Blutgefässtraining. Ein warmes Fussbad bereitet auf die Ruhephase vor. Drei Saunagänge werden empfohlen.

Saunabau

Man kann entweder eine fixfertige Saunakabine kaufen, oder aber seine Sauna selber bauen. Man unterscheidet zwischen der Massivholz- und der Schichtbauweise. Wie der Name schon sagt, werden bei dieser Bauart massive, also mindestens 50 Zentimeter dicke Holzbohlen oder -blöcke stabil miteinander verbunden. In der Regel werden keine Dämmmaterialien verwendet, daher müssen die einzelnen Holzbretter lückenlos und waagerecht ausgerichtet sein.

Sie werden mit Spannstangen und speziellen Eckverbindungen fixiert. 10 Zentimeter Abstand zu den Wänden des Raumes sind nötig, damit die Luftzirkulation gewährleistet ist. Da das Holz «atmet», sich also je nach Temperatur ausdehnt oder zusammenzieht, muss die Konstruktion Spannungen aushalten, dafür bildet sich in der Regel kein Schimmel. Die Massivsauna wird häufig draussen oder in feuchteren Kellerräumen aufgestellt.

Saunas in Schichtbauweise bestehen aus einem Tragrahmen mit Holzschalung, einer Dämmung und einer hitzebeständigen Diffusionssperre, meistens bestehend aus einer Aluminiumfolie und einer Holzverkleidung. Die Kabinen bestehen aus temperatur- und formbeständigen Teilen. Dies erleichtert die Montage und den Transport. Durch diesen Aufbau «atmet» das Holz nicht. Die Gefahr von Schimmelbildung durch Restfeuchte entsteht, wenn die Sauna nicht richtig konstruiert und genügend erhitzt wird. Dennoch wird dieser Sauntatyp meistens in Innenräumen eingesetzt.

Innenausstattung

Das Holz für eine Sauna muss harzfrei und wegen der hohen Temperaturschwankungen sehr widerstandsfähig sein. Es soll Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und darf nicht zu heiss werden (das gilt vor allem für die Sitz- und Liegebänke). Saunakabinen werden aus nordischer Fichte, Hemlock und Tanne hergestellt, Bänke aus Abachi- oder Pappelholz. Die Holztüre hat entweder Fenster oder besteht ganz aus Sicherheitsglas, das mindestens 8 Milimeter dick sein muss und einen Türgriff aus Holz aufweisen sollte. Die Türe muss nach aussen aufgehen.

An den Seiten des Saunaraumes befinden sich Sitzbänke in unterschiedlichen Höhen. Da warme Luft nach oben steigt, hat die Wahl der Sitzhöhe einen erheblichen Einfluss auf die Temperatur. Je höher der gewählte Sitzplatz liegt, desto höher ist die Temperatur, die die Person erwartet. Hölzerne Kopfstützen gehören meist zum Inventar. Holzbottiche für den Aufguss, Duftöle, Holzkellen und Sanduhren für die Sauna sind Zubehör.

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