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Bodenbeläge Bad

Die Ansprüche in Sachen Badezimmer haben sich gewandelt: Gab es früher eher funktionale Nasszellen, avancieren sie heutzutage zu regelrechten Wellnessoasen. Natürlich beginnt die Planung dieser Wohn-Bäder nicht erst beim Mobiliar, sondern schon viel früher: Die Wahl des Bodenbelags ist grundlegend für den späteren Wohlfühlfaktor.

Damit die Böden nicht nur schön, sondern auch praktisch sind, sollte man bei der Gestaltung auf wasserresistente, rutschfeste und reinigungsfreundliche Beläge achten. Eine geschmeidige Oberflächenstruktur wirkt beim Barfussgehen angenehm. Gerade im Bad empfinden viele Fussbodenheizungen als besonders gemütlich. Allerdings setzen diese eine gewisse Aufbauhöhe des Belages voraus, damit der spätere Bodenbelag nicht höher liegt als der Korridor.

In Neubauten dominieren grossformatige, matte Platten und schieferähnliche Oberflächen. Daneben liegen natürliche Bodenbeläge im Trend.

Natürliche Bodenbeläge

  • Natursteine wie Travertin, Schiefer, Granit, Quarzit und Marmor sind beliebt. Neben ihrer Rutschfestigkeit sind sie besonders wärmeleitfähig. Darum werden Natursteine gerne mit Fussbodenheizungen kombiniert. Ohne Bodenheizung werden sie allerdings oft als «hart und kalt» empfunden. Die Varianten haben jeweils ihre Eigenheiten: So kann Travertin, ein poröser Kalkstein, fleckensensibel, Schiefer fettempfindlich und Marmor anfällig für Säureschäden sein.
  • Bodenbeläge aus Kieseln verleihen dem Badezimmer einen extravaganten Touch. Eine gute Versiegelung garantiert bei Mosaiken eine lange Lebensdauer.
  • Holzböden im Bad liegen im Trend, da sie eine warme Atmosphäre schaffen. Damit die Beläge nicht aufquellen, ist eine spezielle Pflege entscheidend.  Eine entsprechende Thermobehandlung und Beschichtung sorgt dafür, dass die Bodenbeläge nicht aus der Form geraten und der Feuchtigkeit standhalten. Das Holz muss zudem auf einer entsprechenden Bodenkonstruktion verlegt und mit geeigneten Reinigungsmitteln gepflegt werden.
  • Korkplatten schaffen eine ähnlich warme Atmosphäre und sind besonders strapazierfähig und antistatisch. Daneben dämmen sie Schall und Wärme. Korkbeläge sind als Fertigplatten und Klebekork erhältlich, wobei die geklebte Variante in der Regel wasserabweisender ist.
  • Linoleum ist der wohl wandelbarste natürliche Bodenbelag. Denn das Material besteht aus Leinöl, dem Holz- und Korkmehle, Harze oder gemahlener Sandstein beigemischt werden. Der Belag wird in Bädern aktuell selten verlegt, obwohl er als «fusswarm und hautsympathisch» gilt.
  • Der wohl kostenintensivste Naturbelag ist Kautschuk. Die Beläge sind umweltfreundlich, da nachwachsend, und besonders wärmeleitfähig.

Weitere Badezimmerböden

  • Viele sehen in Vinyl eine kostengünstige Alternative zu natürlichen Bodenbelägen, da es sämtliche Naturbeläge besonders kostengünstig imitiert.
  • Betonböden liegen auch im Badezimmer im Trend. Denn der minimalistische Bodenbelag ist leicht zu verlegen, dabei besonders widerstandsfähig und kostengünstig.
  • Laminatböden aus Kunssstoff müssen auf speziellen Trägerplatten aus Holzwerkstoff verlegt werden. Je weniger Fugen, desto geringer ist das Risiko, das der Bodenbelag aufquillt. Daneben gibt es Beläge aus Kunststoff in Bahnen oder Platten, oder vollsynthetischen PVC-Verbundbeläge. Kunststoffbeläge sollten generell verschweisst sein.
  • Textile Bodenbeläge bestehen aus wasserunempfindlichen synthetischen Fasern. Die speziellen Badezimmerteppiche sind eher selten, obwohl verrottungsfrei und dimensionsstabil.

Klassische Fliesen

Der unumstrittene Klassiker unter den Badezimmerböden sind Fliesen. Bodenfliesen und keramische Bodenplatten sind pflegeleicht und bieten enorm viele Varianten. Damit das Badezimmer auch sicher ist, sind Plättli mit rutschfester Glasur ein Muss.

Generell gilt: Nicht jeder Belag ist reinigungsmittelbeständig. Manche Flüssigkeiten können Flecken hinterlassen. Haarfärbemittel, Nagellack und Nagellackentferner sind bei natürlichen Materialien besonders heikel, weil stark ätzend oder säurehaltig. Ausserdem sollte die Wahl des Bodens immer auf die Wandbeläge und sanitären Apparate abgestimmt werden.

 

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